Ja es ist wirklich wahr,
wir waren mit dem Auto in America
und waren nach 6 Stunden da. 😉

Ok, ihr vermutet wahrscheinlich schon, daß es da einen Haken gibt. Der Ort America liegt in den Niederlanden und dort befindet sich der Center Park Het Meerdal, in dem wir eine Woche verbrachten. Unser Urlaubstagebuch könnt ihr hier lesen…

TAG 1

Wir wurden sehr früh von Jana geweckt, was uns aber nicht weiter störte. Wir zogen uns schnell an, brachten noch die letzten Sachen ins bereits gut gefüllte Auto und starteten durch. 1. Stop war bereits nach ein paar hundert Metern beim Wintersdorfer Bäcker. Dort frühstückten wir erstmal und fuhren frohen Mutes bei gutem Wetter los.

Dies sollte sich aber schnell ändern. Höhe Würzburg wurde es langsam grau am Himmel und kurz danach schüttete es wie aus Eimern. Dies sollte uns leider fast den ganzen Weg begleiten. Wir sahen Regen in fast allen Formen: leicht, mäßig, stark, bis zu ich-seh-nur-noch-Wasser!

Bei Limburg (leider nicht die Region in den Niederlanden, in der unser Park lag, sondern die Stadt in Deutschland) standen wir aufgrund eines umgekippten LKW’s eine halbe Stunde im Stau. Zum Glück hatte ich Jana noch schnell eine Caillou-Hörkasette gekauft, die sie sich 3 mal anhörte und dadurch die anstregende Fahrt sehr lieb mitmachte.

In den Niederlanden angekommen, mußten wir eigentlich nur noch den Park finden, der allerdings in der Ortschaft „America“ kein einziges Mal ausgeschildert war. Deswegen blieb uns nichts anderes übrig, als zu fragen und uns mit Händen und Füßen mit den netten Niederländern zu verständigen.

Doch auch diese Hürde meisterten wir und kamen endlich um ca. 14:30 Uhr im Park an. Nachdem wir uns angemeldet hatten, ging es dann ans Bungalow besichtigen und auspacken. Anschließend erkundeten wir den Park mit den Spielplätzen, dem Bauernhof und natürlich den Restaurants. Im Buffetrestaurant aßen wir dann zu Abend und verbrachten den Abend (der kurz wurde, weil wir ziemlich kaputt waren) im Bungalow.

TAG 2

Den Samstag begannen wir logischerweise mit dem gebuchten Frühstücksbuffet. Dieses war sehr lecker mit verschiedenen Brötchen, Schokomilch, Würstchen, Eiern Cornflakes und vieles mehr inklusive. Anschließend gingen wir ins Aqua Mundo – dem tropischen Erlebnisbad. Dieses war Punkt 10 Uhr, als es öffnete, noch sehr leer und wir konnten uns ungestört umschauen.

Was uns von Anfang an am Besten gefiel, war eine breite Wildwasserrutsche, die wir mehrfach (und noch öfter) runter rutschten. Im Bad verbrachten wir den ganzen Vormittag bis 14 Uhr fast nur im Wasser. Danach beschlossen wir in unser Ferienhaus zu gehen, um eine Kleinigkeit zu essen und uns ein bißchen auszuruhen. Daraus wurde aber erstmal nichts, weil Jana beschloss, dass es jetzt genau die richtige Zeit wäre, um den Bauernhof zu besichtigen. Leider fing es, als wir unsere Schuhe an hatten, das Regnen an. Zu Glück hörte es aber nach 20 Minuten wieder auf und so konnten wir Tiere streicheln gehen. Nach weiteren 20 Minuten überraschte uns wieder ein Platzregen, der kurz nachdem wir den Bungalow erreicht hatten, wieder aufhörte – Hallo?! Aprilwetter?!

Abends nach dem Essen war dann Kinderdisco, aber Jana traute sich leider nicht vor. Also begnügten wir uns zusehen und warteten den Dienstag ab, an dem nochmal Kinderdisco stattfand.

TAG 3

Heute war es Vormittags wieder verregnte und kühl. Allerdings war uns das im Hallenbad ziemlich egal und als wir gegen 13 Uhr das Bad verließen, war der Himmel blau, mit nur noch wenigen weißen Wolken. Dies nutzen wir gleich und aßen unsere Nudeln auf unserer Terasse am Fluß.

Auf dem anschließenden Weg zum Spielplatz liefen uns 4 Rehe über den Weg. Diese ließen sich sogar mit Apfelstückchen füttern und von Jana streicheln. Es ist hier im Park sowieso alltäglich Eichhörnchen, Enten und Pfaue zu treffen – da muß man sich als Stadtkind erstmal daran gewöhnen. Daran und an die ganzen Fische, Schildkröten, Papageien und Vögel im Haupthaus.

Was mittlerweile auch schon Gewohnheit ist, ist dass Jana jedesmal wenn wir an der Telefonzelle vorbeikommen – was mind. 2 mal täglich passiert – die kaum zu öffnende Tür aufziehen, den viel zu hohen Hörer runterreißen, einmal Hallo sagen und den Hörer wieder hochschwingen muß. Danach grinste sie uns jedesmal an und wir grinsten kopfschüttelnd zurück.

TAG 4

Heute hätten mir die grauen Wolken am Morgen fast die Laune verdorben. Aber zum Glück konnten wir uns ja in unser tropisches Wellenbad verkriechen und mußten den Himmel nicht ansehen. Gegen halb 2, als wir vom Baden und Tauchen (Jana hat heute von Andi das Tauchen gelernt) genug hatten, hatten sich die Wolken schon fast ganz verzogen und wir konnten uns ein Familienrad mieten. Also traten Andreas und ich eine Stunde lang kräftig in die Pedale, während Jana vorne saß und „schneller“ rief. Anschließend besuchten wir mal wieder den Bauernhof, was auch schon zum täglichen Ritual gehörte und vergammelten denn den Rest des Nachmittags in unseren Bungalow.

TAG 5

Die Rummels sind heute mal wieder einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: Wir waren in einem Freizeitpark. Denn, wie sich netterweise herausstellte, befand sich das „Toverland“ nur 10 Autominuten vom Center Park entfernt. Also begaben wir uns am schönsten Tag der Woche mit kurzen Hosen und guter Laune, um Pukt 10 Uhr zum Freizeitpark.

Leider hatten diese tolle Idee auch ca. drölf Grundschulklassen, da anscheinend die letzte Woche vor den Ferien mit Wandertagen war. Dies machte es für unseren Geschmack etwas zu voll, aber wir kämpften uns durch und warteten brav in den Schlangen vor den Hauptattraktionen. Andreas gefiel die „Motoradbahn“ am Besten, die einen katapultartig von 0 auf 100 in wenigen Sekunden beschleunigte und dadurch einem das Grinsen ins Gesicht drückte. Schlecht wurde ihm dabei nicht, sondern erst als er mit Jana in der Schiffschaukel saß. 😉

Ziemlich kaputt gingen wir gleich nach dem Ankommen im Park zum Abendessen. Die Einzige, die anscheinend immer noch fit war, war Jana, die auch hier wieder auf den Spielturm, der im Eßraum stand, zusteuerte. Allerdings ließ sie sich nach dem Essen äußerst problemlos ins Bett bringen und auch wenn sie es nie zugeben würde, denke ich schon, daß sie auch froh war liegen zu dürfen. *g*

TAG 6

„Aber Mama, daheim ist es auch schön“.

Diesen Satz hörten wir schon den ganze Woche. Natürlich freuen wir uns, daß Jana es daheim auch schön findet, denn wir freuen uns auch schon auf Zuhause. Überhaupt ist der Sinn des Wegfahrens wohl, zu merken wie schön es daheim. Oder man will immer das Gegenteil: wenn man zu Hause ist, hat man Fernweh und wenn man weg ist Heimweh. Ich jedenfalls freu mich schon wieder auf das Heimkommen, vorallem weil Andi ja noch 2 Wochen Urlaub hat.

Heute waren wir wieder im Schwimmbad, aber auch wenn es superschön ist, verliert es nach dem 4. Mal langsam seinen Reiz. Wobei das nicht für Jana gilt, die uns von einem Becken zum Anderen treibt und sich auch nach 3 Stunden weigert, endlich das Wasser zu verlassen.

Am Nachmittag haben wir dann die gierigen Enten vor unserer Terassentür gefüttert und Memorie gespielt. Abends war dann zum 2. Mal Kinderdisco und Jana traute sich bereits vor (in die letzte Reihe) und klatschte, bückte und drehte sich mit. Sie war sogar so begeistert, dass sie keine Zeit fürs Klo fand und erst unter Protest von mir zur Toilette gezogen wurde, als ich schon einen kleinen Fleck auf der Hose entdeckt hatte. Morgen ist nochmal Kinderdisco und diesmal werden wir vorher gehen. 😉

TAG 7

Heute erwachte ich mit sehr guter Laune. Vielleicht lag es daran, daß wir heute packen durften, wahrscheinlich aber eher daran, daß uns Jana bis 8 Uhr schlafen ließ. Am Wetter kann es nicht gelgen haben, weil es wie aus Eimern schüttete. Aber das tangierte uns wieder nicht, weil den Vormittag ja eh im Hallenbad verbrachten.

Am Nachmittag ist es dann endgültig mit uns durchgegangen. In unserem Wohnzimmer im Bungalow war ja ein Kamin und der reitzte uns schon die ganze Woche und bei dem Regenwetter mit eigentlich zu warmen 20 Grad, heizten wir in unserem Bungalow mal richtig ein und haben heldenhaft ein Feuer entzündet.

TAG 8

Heute hat Jana wieder bis 8 Uhr geschlafen, was daran lag, daß sie nach der Kinderdisco auch immer erst um 20 Uhr ins Bett kommt. Wir zogen uns gemütlich an und gingen auf dem Weg zum Früstück am Bauernhof vorbei, wo Jana um 9 Uhr mithelfen durfte die Tiere zu füttern. Nachdem sie begeistert das Korn für die Hühner um sich geschmissen hatte, frühstückten wir, holten das Auto, das wir anschließend beluden und dann verabschiedeten wir uns wohl auf nimmer Wiedersehen vom CenterParc Het Meerdal.

Die Heimfahrt führte nich direkt nach Nürnberg, sondern erstmal nach Hessen, da wir beschlossen hatten noch einen Verwandtschaftsabstecher zu machen. Also fuhren wir quer rüber Richtung Oberkleen und kamen um halb 2 Uhr dort an. Nach einem kurzen Kaffeetrinken bei Tante Gerti und Onkel Frenz, ging die Fahrt dann weiter nach Dornholzhausen, um auch Chritsine und Onkel Friedl kurz zu besuchen. Der befand sich gerade bei der Kirschernte und so bekamen wir auch ein paar frisch gepflückte Kirschen ab. Mit Christine fuhren wir dann noch kurz in den Stall. Dort war Jana total begeistert von den ca. 20 kleinen Ferkeln. Aber auch das Ziegenfüttern machte ihr Spaß. Nach einem kalten Abendbrot fuhren wir um 18:30 Uhr dann Richtung Heimat. Die erreichten wir aufgrund von 2 Staus, die wir umfuhren, erst kurz nach 10 Uhr. Jana wurde kurz vor Wintersdorf sogar wach, vielleicht spürte sie, daß wir gleich da waren, ließ sich aber daheim problemlos wieder hinlegen.

Zusammenfassend ist zu sagen, daß sich der Center Parc wohl eher für nen Kurzurlaub von 2-4 Nächten eignet, als für eine Woche oder länger. Zumindest ist das unsere Meinung. Und nächstes Jahr gehts wohl eher wieder in den Süden. 🙂

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–