Am Montag startete ich alleine und mit noch guter Stimmung um 14:30 Uhr Richtung München. Ich war ganz schön aufgeregt, da ich es ja nicht gewohnt bin so lange Strecken alleine zu fahren, machte mir aber eigentlich keine großen Gedanken über den Weg, ich hatte ja das Navi.

Denkste. Als ich die Adresse der Philhamonie in München eingegeben hatte und auf der Rothenburger Straße Richtung Autobahn unterwegs war, zeigte das Navi an, daß ich auf der Leinburgerstraße wäre und 300 km nach München hätte. ???? Auf der Autobahn riet es mir dann die Nächste links abzubiegen und je näher ich München kam, umso mehr Kilometer Entfernung zeigte es an. ???? Das machte mir etwas Panik, da ich mich total auf die Technik verlassen hatte und keine Ahnung hatte wo in München die Konzerthalle war. Also rief ich Andi an und bat ihn mir auf mein Handy eine Anfahrtsbeschreibung zu schicken.

Diese half mir in München allerdings auch nicht viel, da ich nicht gleichzeitig in der fremden Stadt Auto fahren und ständig auf mein Handy schauen konnte. Also beschloss ich zu fragen. An einer Bushaltestelle fragte ich einen Typen, der ungefähr in meinem Alter war, ob er weiß wie ich zur Halle komme. Er antwortete drauf hin nur, daß er auch hinmüsse und ich lud in kurzerhand ein mit mir zu fahren. Im Auto stellte sich allerdings heraus, daß er sich in München auch nicht auskannte. Toll! Naja zumindest konnte er mein iPhone bedienen und mittels dieser Karten schafften wir es doch tatsächlich bis zur Halle.

Dort fuhr ich dann kurzerhand ins Parkhaus und suchte Babs. Wie in Hamburg auch, lief ich mal wieder verkehrt herum um die Halle und zu allem Überfluß regnete es auch noch wie aus Eimern. Um 16:30 Uhr traf ich dann auf die Fanily und war erleichtert es geschafft zu haben. Dabei waren Babs, Dagi, Corxy mit Freundin, Steffi und eine Rollstuhlfahrerin für die Babs ein Treffen mit Anastacia ausgemacht hatte. Wir sollten zum Backstageeingang gehen und da das Treffen nur für sie war, durfte nur Babs mit zum Übersetzen, Dagi zum Filmen und das Rummelchen zum Fotografieren. Das war eindeutig ein Highlight, denn obwohl ich nur im Hintergrund war, hab ich doch ein Zuzwinkern bekommen und ich konnte acapella One day in your life hören und Anastacia’s rauhe, bin-gerade-frisch-aufgestanden Stimme hören. 🙂

Das folgende Konzert ansich war grauenvoll. Nicht wegen Anastacia, die tat ihr bestes, nein wegen dem Publikum und den Securitys. Wir durften weder Fotografieren noch Filmen, was bisher noch nie ein Problem war und das Publikum um uns rum maulte nicht nur, als wir aufstanden, sondern auch mit klatschen und mitsingen ernteten wir böse Blicke. Hallo? Sprockkonzert und kein Klassisches!!!!

Sogar als Anastacia uns explizit einlud doch bitte aufzustehen, wurden wir noch angemault, da die uralten Münchner hinter uns kein Wort Englisch verstanden. Als tapfere Einzige die in unserem Block darauf hin standen, der Fanclub saß leider quer durch die Halle verteilt, ernteten Steffi und ich wenigstens von Anastacia ein Daumen hoch und Prügel von hinten.

Fazit. Ich gehe nie wieder auf ein rockiges Sitzplatzkonzert!!!!!!

Bei dem zweiten Fazit bin ich mir noch nicht sicher. Bedeutet das jetzt ich hab den Bogen überspannt und hätte lieber aufhören sollen, als es am Schönsten war, oder ist das ein Zeichen dafür, dass ich die Tour nicht so enden lassen darf und ich noch Budapest im September anpeilen (Stehplatzkonzert!) soll. Mal sehen. 😉

Grüßle, Andi