es war mega anstrengend, aber das sind Abenteuer ja schließlich auch. War ja nicht zum relaxen gedacht. 😉
Hier der Erfahrungsbericht:

Wir sind am Montag morgen um 3 Uhr aufgestanden und haben ein bißchen länger gebraucht um in Gang zu kommen. Um 3:45 Uhr sind wir schließlich nach München gestartet, was im Nachhinein gesehen etwas knapp war, da ja um 6:15 Uhr bereits der Flieger nach Lissabon gehen sollte. Einen Strich durch die 1,5h Rechnung machte uns dann noch der plötzlich einsetzende Regen mit der damit verbundenen Geschwindigkeitsbeschränkung von teilweise 80 h/km. Etwas gestreßt kamen wir um ca. 5:30 Uhr am Besucherparkplatz an, dort sprangen wir dann in den Shuttlebus und um 5:50 Uhr waren wir dann endlich beim einchecken. Unten bekam ich dann keinen Sitzplatz mehr, da die Systeme schon zu waren, beim einchecken ging aber trotzdem alles klar und wir bekamen die vor reservierten Sitzplätze. Uff.

Im Flugzeug in der Luft über Zürich fällt Andi plötzlich ein, dass wir seinen Führerschein vergessen haben, was für den reservierten Mietwagen eher unpraktisch war. Kurzerhand entschlossen wir uns beim Zwischenstopp in Lissabon Peter um Hilfe zu bitten und ihn den Führerschein einscannen und emailen zu lassen. Von Lissabon nach Faro fliegt man dann nur noch 30 Min, sprich nach dem Start kommt sofort die Landung. Durch die Zeitumstellung gewannen wir 1 Stunde, die allerdings dann fast wieder dafür drauf ging um die Führerscheinemail im vollbesetzten Internetcafe des Flughafens auszudrucken. Positiv war, dass der Mietwagenvermieter mit der Kopie des Führerscheins vollauf zufrieden war, was allerdings die Polizei bei einer Kontrolle gesagt hätte, wollen wir uns mal lieber nicht vorstellen.

Mittags waren wir dann erleichtert im klimatisierten Matiz auf den Weg von Faro nach Albufeira. Eigentlich sind das nur 30km Entfernung, aber aufgrund von Stau und einigen Umwegen waren wir hier auch eine gute Stunde unterwegs. Dafür fand die Navitussi relativ schnell das Hotel in Albufeira, so dass wir nach einer längeren Parkplatzsuche endlich da waren. Die 2 Sterne Villa Recife liegt zentral in Albufeira ca. 500m vom Meer entfernt. So konnten wir nun zum Glück das Auto stehen lassen und den restlichen Tag die Stadt erkunden, lecker Essen gehen und im Meer + im Pool unseres Hotels baden.

Am Dienstag, nach einer erholsamen Nacht, holten wir uns das Frühstück vom Bäcker und Frühstückten und relaxten noch ein bisschen am Strand. Um 11 Uhr checkten wir dann aus dem Hotel aus und machten uns auf den Weg zum Festivalgelände, um uns mit Babs, Dagi, Andrea und Rita (die vertretenden Redshirts) zu treffen. Hier gab es gleich ein paar Überraschungen. Was wir nicht wussten war:
– dass es kein Festival mit mehreren Bands an einem Tag war, sondern den ganzen Sommer über Solokonzerte verschiedener Künstler entlang der Algarve. Sprich: Anastacia pur, ohne Vorgruppe. 🙂
– dass es laut Karte erst um 22 Uhr begann
– dass Babs danach ein Meet and Greet organisiert hatte. 🙂 🙂

So warteten wir mal wieder in freudiger Erregung einige Stunden. Gut war, dass es leicht bewölkt war und nicht hinunter brannte. Außerdem war es sehr clever unsere beiden Handtücher mitzunehmen, um so auf der Wiese rumliegen zu können. So verging der Nachmittag mal wieder erstaunlich schnell. Um 17:30 Uhr wurden wir, der portugisische Fanclub und ein paar Holländer noch Zeuge des Soundchecks, für mich eine Premiere, allerdings gefiel es Anastacia nicht wirklich, dass wir schon da waren und zuhörten, da sie uns Abends mit einer Überraschung überraschen wollte und sie das noch nicht verraten wollte. So brach sie den Soundcheck ziemlich schnell wieder ab. Leider vergebens, da wir beim Soundcheck der Band schon Fetzen aus Underground Army herausgehört hatten und uns denken konnten, dass die Livepremiere dieses Liedes wohl mit der Überraschung zu tun haben könnte. *g*

Ab ca. 19 Uhr stellten wir uns dann mit den mittlerweile ca. 40 Mitwartenden am Eingang an und um 20 Uhr begann der Sprint in die erste Reihe. Andi und Dagi waren die Schnellsten und sicherten uns insgesamt sechs Plätze in der Mitte der ersten Reihe. Unsere Helden. Leider war der portugisische Fanclub etwas neidisch auf unsere Plätze und fing das Drängeln und Schieben an. Gegen Babs, die unsere rechte Außenseite verteidigte, bissen sie zwar auf Granit, aber es ist schon schade, dass man überhaupt schieben und drängeln muss und nicht akzeptiert, dass man eben einfach langsamer war.

Ab 22 Uhr wären wir bereit für das Konzert gewesen. Es war dunkel, wir standen und warteten. Leider ließ Anastacia noch eine ganze Stunde auf sich warten, aber als sie dann auf der Bühne war, war dies schon wieder vergeben und vergessen. Sie trug ein grünes Kleid und begann das Konzert mit Why’d you lie to me – eines meiner Lieblingslieder. Der Höhepunkt war natürlich die Livepremiere von Underground Army, wobei Anastacia hier fast nur die Augen geschlossen hatte und hochkonzentriert war. Typisch Anastacia war der Kampf mit dem höhenverstellbaren Hocker, bei dem sie sich ziemlich anstellte, bis sie ihn so tief hatte wie sie wollte. Das ist so die typische Kleid, riesenhohe Schuhe und Clown Kombi die solche Momente unheimlich lustig machen. Sie hat auch 2x nach den Mücken geschnappt, die sie umkreisten und das vermutlich nur halb aus Spaß, denn da sogar ich eine mit der Nase eingezogen habe, möchte ich nicht wissen wieviele Anastacia versehentlich verschluckt hat – guter Stoff. 😉

18 Lieder und ca. 1,5 Stunden später war es leider schon wieder vorbei, aber nachdem wir wußten, dass wir sie später nochmal sehen würden, waren wir nicht ganz so traurig wie sonst. Wir gingen zu dem verabredeten Hotel und mußten dort leider wieder eine Stunde warten, die uns länger vorkam, als der ganze Nachmittag zuvor. Um ca. 1:30 Uhr war es dann soweit und wir wurden zu Anastacia geführt, die mit Shawn im Wellnessbereich des Hotels saß und hier ihre Meet and Greets absolvierte. Wir waren die Letzten und da sie alle Redshirts kannte, war es eher eine lockere Unterhaltung unter Bekannten als ein typische Star trifft auf Fan Situation. Bei Andi war sie sich allerdings nicht sicher, ob sie ihn schon mal gesehen habe. Sie fragte dann was auf seinem Zebramel Tshirt steht (dass sie ja in Amsterdam sogar schon persönlich signiert hatte) und ich sagte Something Special. Darauf forderte sie ihn auf it „Come to me something special“ zu ihr zu kommen und ein Foto zu machen, worauf er erwiderte er wäre nur der husband. Dann erinnerten sich Shawn und Anastacia wieder an uns als Paar und Andi kam natürlich nicht um das gemeinsame Foto herum. Mittlerweile hat er sie schon 3 mal getroffen, es gibt bestimmt einige Fans die gerne tauschen würden.

Da Babs und Dagi einen Tag zuvor in Albufeira mit Delphine geschwommen waren, ging das Gespräch bald in diese Richtung und Anastacia machte Delfinlaute nach, die zum schiessen waren. Sie sagte dann sowas wie sie liebe Delfine und sie sei sicher, dass sie in einem früheren Leben ein Delfin war. Babs sagte dann darauf, dass sie ja das nächste Mal mitkommen und übersetzen könne: Delfin-Mensch, Mensch-Delfin. Da war sie sofort dabei und versprach alles haarklein zu übersetzen. Babs bat sie außerdem noch ein paar Worte für die Fanclubseite zu sagen, an denen man eindeutig merkte, dass es bereits 2 Uhr Nachts war. Ziemlich wirr und crazy. Andrea und Rita bekamen dann auch noch ihre Fotos und Autogramme und dann wollte Anastacia eigentlich mit uns das Hotel verlassen. Sie wurde allerdings von der Crew des Hotels noch aufgehalten, die auch noch Autogramme wollten. So verabschiedeten wir uns im Gang und gingen schon mal voraus.

Da es nach einem kurzen Resumee mittlerweile 2:20 Uhr war, verabschiedeten wir uns von den anderen Vieren und fuhren langsam zum Flughafen. Hier hatten wir im Leihwagen dann noch 1,5h Zeit etwas zu schlafen, gaben ihn anschließend um 5 Uhr ab und checkten wieder ein für unseren Flug um 6:15 Uhr nach Lissabon und dann nach München. Um 14:30 Uhr (inkl einer Stunde Zeitverschiebung), holten wir dann Jana im Kiga ab und schauten mit ihr noch etwas Fernsehen. Besser gesagt sie schaute und wir schliefen. 😉

Ich bin froh, dass wir wieder gesund heimgekommen sind und meine anfänglichen Ängste unbegründet waren und da es so ist, war der Tripp das Geld auf jeden Fall wert und wird bei den schönen Erinnerungen abgelegt. 😉

Liebe Grüße
Andi
–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–