Am Montag Mittag ging es mit Marion im Gepäck auf in die französische Schweiz nach Padeux zu Ralfs Bruder Frank und Angelika. 6,5 Stunden später, nach 630 km, zähflüssigem Verkehr, Baustellen und Stau kamen wir endlich an. Ralf und Kerstin, die aus Italien angereist waren, warteten auch schon auf uns. Da wir Grillfleisch mit dabei hatten, wurde der Grill angeschürt und wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Abend mit Blick auf den Genfer See.

Am Dienstag waren wir früh fertig und so konnten wir noch gemütlich das Auto in Montreux abstellen und dem Badestrand einen Besuch abstatten. Um zwei Uhr ging es dann los mit einer Premiere: wir (Marion, Kerstin, Ralf, Sophia und die Andis) fuhren mit dem Dampfschiff zum Konzert nach Montreux. Das hatte ich bisher auch noch nie gemacht. Nach ca. einer Stunde Fahrt kamen wir also direkt an der Promenade in Montreux an und hatten dann nur noch 10 Minuten Fußmarsch zur Konzerthalle.

Da ich von Nathi aus dem Fanclub wusste, dass die am Hintereingang warteten und Anastacia versprochenen hatte nochmal rauszukommen, begaben wir uns ohne Umwege direkt dort hin. Ich sah mindestens sechs bekannte Gesichter unter den ca. 20 Wartenden und begrüßte sie herzlich. Nach ca. 45 Minuten Warten (einer verhältnismäßig super kurzen Zeit) kam Anastacia heraus. Sie stürzte sich ins Getümmel der ca. 30 Personen, die alle gesittet und ruhig in einer Reihe warteten, und jeder bekam nacheinander Autogramme und Fotos. Am Meisten freute sich die 14 jährige Nichte von Kerstin und Ralf Sophia, aber auch Kerstin gab zu, dass das Treffen mit Anastacia nicht spurlos an ihr vorbei gegangen war.

Bis zum Konzert war danach nicht mehr allzulange hin und so relaxten wir noch kurz und stellten uns dann in die kleine Schlange vor den Eingang. Ein kurzer Sprint treppauf später warteten wir in der nächsten Schlange vor der Eingangstür zur Halle und nach einem weiteren sehr kurzem Sprint in der ersten und zweiten Stehplatzreihe nach den ca. 15 First Class Sitzreihen. Solange die Herrschaften saßen, hatten wir so einen super Blick auf die Bühne.

Um 19 Uhr war Einlass, von 20-20:45 spielte Nick Waterhouse. Ein Jazzer, der zwar ganz ok war, bei dem aber jedes Lied gleich klang. Danach war wieder Pause. Anschließend kam „Butterscotch„, ein junges Mädel mit weicher Soulstimme, die ihr Saxophonesolo komplett mit dem Mund machte. Anschließend gab es ein 6 minütiges Beatboxen, wie ich es noch nie gehört hatte. Echt Super. Daumen hoch! (Video von Kerstin folgt)

Danach kam wieder ne Pause und bis Anastacia endlich auf der Bühne war, war es schon 22 Uhr. Sie entschuldigte sich nach den ersten beiden Liedern gleich dafür, betonte, dass es nicht ihre Schuld gewesen sei. Anastacia hatte innerhalb kürzester Zeit die sonst so reservierten Schweizer auf ihrer Seite, obwohl oder gerade weil sie über ihr Oberteil lästerte und berichtete wie schwer es war sich mit den Trompetenärmeln den Po abzuwischen. Die pantomimische Darstellung dazu war zum totlachen.

Danach versaute sie den Anfang der Premiere ihrer Sprockversion von „what can we do“, welches mir sehr gut gefallen hat und zur neuen Skodawerbung gehört, die auch schon im deutschen Fernsehen zu sehen ist und in der sie unter Anderem auch jodelt. Die Stimmung wurde von Lied zu Lied immer besser, was sehr schön war, allerdings für uns auch den Nachteil hatte, dass selbst die 230 sfr Vipsitzplätze vor uns vor Begeisterung aufstanden und uns die Sicht etwas nahmen. Es spricht aber eindeutig für Anastcaia, dass sie das geschafft hatte! Da Babs und vorallem Dagi dieses Mal nicht dabei waren, wobei sie für mich schon wie Anastacia zu so einem Konzert gehören, erklärte sich Andi bereit das Konzert zu filmen. Dies stresste ihn etwas, aber er machte es trotz wachsamer Securities sehr gut und ich freu mich, dass wir das Video als Erinnerung haben. Danke Schatz.

Leider war nach einer guten Stunde, wie auf fast allen Festivals, wieder Schluss und auch keine Zugabe durfte gespielt werden. Wir waren trotzdem zufrieden mit dem Verlauf des Tages und ließen diesen entspannt auf dem Balkon der Hübschers mit Blick auf den Genfer See und dem gegenüberliegenden, französischen, beleuchteten Evian ausklingen.

Am Mittwoch fuhren wir dann nach einem Frühstück mit leckeren schweizer Käse und Croissants wieder nach Hause. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Angelika und Frank für die liebevolle Gastfreundschaft bedanken. Es war wunderschön bei Euch und wir nehmen das Angebot mal wieder kommen zu dürfen gerne an.

Auf weitere Tripps freut sich,
Eure Andi
–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–