Am Samstag war die kirchliche Hochzeit von Manuela und Steffen. Dafür hatte sich das Brautpaar die modernste katholische! Kirche der Umgebung ausgesucht in Dietenhofen. Diese ist rund, puristisch eingerichtet, mit schwarz-roten Fenstern und einem sympathischen Pfarrer. Passend dazu wurden die Lieder im Gottesdienst von einem Chor und einer Rockband begleitet, was den Gästen die Peinlichkeit ersparte unbekannte Lieder mitsummen zu müssen und den Luxus gönnte, sich beschallen zu lassen. So ging der Gottesdienst erstaunlich kurzweilig und schnell vorüber. Der Höhepunkt war natürlich der Treueschwur der beiden, der vielen die Tränen in die Augen drückte.

Anschließend gab es Sekt, Orangensaft und kleine, exquisite Spieße zum snacken. Dann machten wir uns auf zum Klosterhof nach Heilsbronn, der Austragungsstätte des weiteren Tages. Hier bekamen wir sofort leckeren Hochzeitskuchen von dem reichlichen Kuchenbuffet. Danach ging es auch schon weiter mit dem nächsten Programmpunkt. Während nämlich das Brautpaar Fotos machte, wurden die Gäste in zwei Gruppen aufgeteilt und wurden von 2 Stadtführerinnen durch Heilsbronn geleitet. Hier erfuhren wir einiges über die Zeit im Mittelalter, über das Kloster, die Pest und die Hexenverbennung. Da das Wetter wunderbar mitspielte, war dieser 1,5 stündige Spaziergang sehr angehem und schaffte auch den nötigen Appetitt für das dann kommende Abendessen. Wieder im Klosterhof bekamen wir dann nach und nach Hochzeitssuppe, Schnitzel und Lendchen mit Spätzle, Kroketten oder Pommes und einen gemischten Nachspeißenteller.

Zur weiteren Belustigung der Gäste durfte nun der Hausherr ran und so kamen wir in den Genuß einer 30 minütigen Zaubervorstellung des Klosterhofbesitzers. Anschließend gab es endlich den Hochzeitswalzer zu Bon Jovis „Bed of Roses“ mit einer kleinen Überraschung. Im Gitarrensolo wurde nicht mehr im 3/4 Takt geschunkelt, sondern mit Luftgitarre gerockt. Danach folgte die Reise nach Jerusalem, bei der ausgelost wurde in welchem Monat wer das Brautpaar einladen durfte. Der Trauzeuge Jan hatte auch noch etwas Schönes vorbereitet. Jeder Gast bekam ein Teelicht und ein Wort in die Hand. Jan laß eine Geschichte vor und wenn das Wort fiel, sollte man sein Licht ausblasen, so dass am Ende nur noch die symbolische Liebe des Brautpaars leuchtete, die ihre Kerzen nicht ausbliesen.

Die Zeit verging sehr schnell und so war es dann auch schon 0:30 Uhr und da wir Jana dabei hatten, beschlossen wir die sehr schöne, kurzweilige, gelungene Hochzeitsfeier schweren Herzens zu verlassen. Liebe Manu, lieber Steffen, vielen Dank, dass wir diesen besonderen Tag mit euch erleben durften. Es hat uns sehr gut gefallen.

Eure Jandis
–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–