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4 Tage London

Letztes Wochenende war es endlich soweit. Christiane und ich brachen auf nach London. Wir standen am Freitag bereits um 5 Uhr auf, packten unsere 7 Sachen zusammen und Andi fuhr uns zum Flughafen. Dort frühstückten wir nach dem einchecken erstmal und stiegen dann wie geplant um 7:45 Uhr in unsere Maschine. Nach ca. 1,45 h Flug, stellten wir die Uhr eine Stunde zurück und waren so morgens in London.
Die U-Bahn Fahrt ins Hotel hätte eigentlich problemlos funktioniert, wenn nicht eine Linie gesperrt gewesen wäre und so mussten wir einen Umweg fahren und etwas öfter umsteigen als geplant, aber wir kamen trotzdem gut und eigentlich problemlos im Hotel an. Hier bekamen wir sofort unser Zimmer, konnten unsere Koffer abstellen und anschließend gleich losziehen. Die Lage unseres Hotel war super. Die U Bahn Station war nur ca. 3 Fußminuten entfernt, die Konzerthalle, die wir nun leider nicht mehr brauchten, war auch in Sichtweite. Auf dem Weg zur U Bahn waren viele kleine Läden mit Getränken und Snacks, die 20 Stunden geöffnet hatten. Bis auf das Bad war auch unser Hotelzimmer, zwar spartanisch, aber sauber und modern eingerichtet und bis auf die Klobürste haben wir auch nichts vermisst. Das Frühstücksbuffet war völlig in Ordnung und so würde ich das Ibis Shepards Bush bei einem Konzert im O2 Empire jederzeit wieder buchen. Insgeheim hoffe ich ja stark, dass sich so eine Gelegenheit noch mal bietet. 😉

Als erstes besuchten wir Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett, das sich seit meinem letzten Besuch vor 16 Jahren um einige Attraktionen erweitert hat. Natürlich kommt man anfangs erst einmal zu den Filmstars, wo zu Christianes Freude auch Robert Pattinson nicht fehlte. Anschließend geht es weiter zu den Sängern, Sportlern, Politikern und natürlich der königlichen Familie. Wir machten eifrig Fotos und kämpften uns durchs Getümmel. Danach kommt man in die Scream Abteilung, wo Kinder unter 12 oder Herzpatienten gleich ausgeschlossen wurden. Dies ist ein enger, dunkler Gang, in dem dich echte Schauspieler erschrecken. Todesmutig und oh Tannenbaum summend, gingen wir Hand in Hand durch. Zur Entspannung durften wir anschließend in Waggons, die wie Londoner Taxis aussahen, eine Reise durch Londons Geschichte machen und nach dieser netten Fahrt, gings dann rauf in die Kuppel zum 20 minütigen 4D Marvel Superheros Kinofilm. Insgesamt kann man hier einen halben Tag verbringen und so lohnt sich sowohl die 40 minütige Wartezeit, als auch der Eintritt.

Anschließend gönnten wir uns einen Kaffee und beschlossen dann uns mit den roten Doppeldeckerlinienbussen ein bißchen durch London fahren zu lassen. Bei der St. Paul Cathedral stiegen wir aus, besichtigten das beeindruckende Gebäude von außen und liefen dann über die Millenium Bridge an der Themse entlang Richtung Tower Bridge (im Volksmund auch London Bridge genannt 🙂 ). Da wir die Tower Bridge bei Nacht sehen wollten, ließen wir uns beim schlendern Zeit, es reichte allerdings nicht, da gerade mal die Abenddämmerung einsetzte als wir sie erreichten. Also beschlossen wir bei dem Italiener Stade mit großer Glasfront und Blick auf die Brücke zu Abend zu essen. Wir hatten wahnsinniges Glück und bekamen sofort den letzten leeren Tisch. So konnten wir den Sonnenuntergang entspannt bei leckerem Essen mit Blick auf die Tower Bridge geniessen und danach Bilder bei Nacht machen.

Am Samstag stand nach einem leckeren Frühstück als erster Programmpunkt das London Eye an. Die Fahrt mit dem hohen Rießenrad und den Blick über London wollten wir uns nicht entgehen lassen. Leider dachten so auch noch viele andere Touristen und die Schlange war sehr lang. Für 8 Pfund mehr konnte man sich einen fast entry erkaufen, was wir kurzerhand auch machten und uns an die kürzere Schlange stellten. Letztendlich haben wir dann nur ca. 15 Minuten gewartet, weil wir durch ec karten Zahlung noch schneller dran kamen und so sehr schnell London von oben geniessen konnten. Die Aussicht war wirklich sehr beeindruckend. Die Mischung aus futuristischen und alten Gebäuden macht den ganz eigenen Charme aus. Da das London Eye gleich neben dem Big Ben steht, überquerten wir nach unserer 25 minütigen Fahrt wieder die Themse und sahen und hörten uns den Big Ben an. Anschließend liefen wir durchs Westminster Regierungsviertel zum Travalga Square.

Hier trafen wir uns mit den Schwestern Birgit und Astrid aus Berlin, die ich aus dem Fanclub kenne und ließen uns von ihnen zum Covert Garden führen. Auf dem Weg dahin kamen wir am Apple Store vorbei, dem wir natürlich auch einen Besuch abstatteten. Covert Garden ist ein sehr netter Freß- und Künstlermarkt mit vielen kleinen Geschäften. Im Disneystore haben wir dann auch schon mal eine Londontasse für unsere Mädels gekauft. Anschließend verabschiedeten wir uns wieder von Astrid und Birgit und spazierten wieder Richtung Themse. Hier überlegten wir uns eine Schifffahrt zu machen, checkten den Preis der mit 3,50 Pfund super war und das Timing, das nicht besser hätte sein können, da wir nur 5 Minuten warten mussten, und so fuhren wir ein Stündchen mit dem Schiff.

Da Christiane in ihrem Reiseführer gelesen hatte, dass in einer speziellen Einkaufspassage die Aufnahmen für die Winkelgasse im Harry Potter Film gemacht wurden, war unsere nächste Station dort. Es dauerte ein bisschen bis wir die kleine Einkaufsstrasse fanden und leider hatten die Geschäfte am Samstag um 17:30 Uhr schon zu, aber wir konnten uns die Ähnlichkeit vorstellen. Dann war es Zeit nach Soho zu fahren, weil wir uns hier mit ein paar Engländern aus dem Fanclub, die auch wegen dem Konzert in London waren und nun Zeit hatten, verabredet hatten. An einer U Bahnstation erkannte ich durch Zufall Colin am Anastacia Tatoo auf der Jacke und so liefen wir im Grüppchen zu der Revolution Bar. Hier waren noch weitere gestrandete Fans, die ich aber allesamt noch nicht kannte. Insgesamt waren wir ca. 20. In der Bar war die Stimmung super und die Musik so laut, dass man sich eigentlich kaum verstand. Aber so fiel mein schlechtes Englisch wenigstens nicht allzu sehr auf. Eigentlich wollten wir ja noch zwei Lieder aufnehmen, aber Callum der das Ganze organisieren sollte, bekam es nicht auf die Reihe. Ich probierte zwei Mal ihn in den Hintern zu treten, aber leider ließ er sich nur zu einem Gruppenfoto hinreißen. Auch Sarah vom englischen Fanclub traute sich das singen nicht zu und so verabschiedeten Christiane und ich uns wieder von dem müden Haufen und genossen Soho und den Picadilly Circus bei Nacht.

Am Sonntag nach dem Frühstück wollten wir uns die berühmte Wachablöse vor dem Buckingham Palace anschauen. So richtig vorstellen konnte ich mir nicht, was uns da erwartete, aber da es zeitlich passte, machten wir uns um 11 Uhr auf zum Schloss. Wir trafen auf Menschenmassen und fragten uns, ob da nicht noch etwas anderes stattfände. Wir fragten jemanden und bekamen zur Antwort, dass es jeden Tag so zugehen würde. Wahnsinn! Wie voll muss es erst bei der Hochzeit gewesen sein, wenn es jetzt schon so voll war. Warum allerdings jeden Tag so viel los ist kann ich nicht nachvollziehen. So toll ist es nun auch wieder nicht. Eine Blaskapelle, die zugegebenermaßen bessere Lieder spielt als bei uns, Beetles usw., maschiert rein in den Hof. Wachen hinterher. Dann im Hof auf und ab und nach ca. 30 Minuten gehen alle bis auf 2 wieder raus. Wow. Christiane und ich sind danach erstmal zum Harrods marschiert.

Das Kaufhaus sieht innen ganz anders aus, als die gemeinen Kaufhäuser. Durch Unterteilungen hat man das Gefühl man ist in einem kleinen Geschäft. Die teure Designermode interessierte uns wenig. Am meisten Zeit verbrachten wir in der Spielzeugabteilung und damit Lady D und Dodi’s Schrein zu suchen, den wir letztendlich im Untergeschoss dann fanden. Um anschließend auch bezahlbare GAB Kleider und Chucks kaufen zu können, zog es uns dann in die Oxford Street. Hier waren alle namhaften Marken vertreten und es machte richtig Spass zu shoppen. Leider schlossen die Läden bereits um 18:30 Uhr, was uns zwang uns zu überlegen was wir nun tun wollten. Zur Auswahl stand entweder das Michael Jackson Musical Thriller, wo wir Sitzplätze mit eingeschränkter Sicht für nur 27 Pfund hätten ergattern können, oder essen gehen. Der Hunger siegte und so suchten wir nochmal das Künstler und Gaststättenviertel Soho auf.

Hier liefen wir durch Zufall an einem schnuckeligen Italiener vorbei, den wir am Samstag schon gesehen hatten und nach einem kurzen Blick auf die Karte entschlossen wir uns hier zu essen. Wir fühlten uns beim Blick auf die karierten Tischdecken und der schnuckligen Deko wie Susi und Strolch und erwägten ernsthaft uns Spaghetti zu teilen. Letztendlich wurde es dann doch eine Lasagne für jeden mit anschließendem Tiramisu. Wir ließen es uns schmecken und genossen unseren letzten Abend in London.

Am Montag sind wir nach dem Frühstück noch ein Stündchen um unser Hotel gelaufen und haben da ein riesiges Einkaufszentrum entdeckt, in dem man vermutlich einen ganzen Tag ohne Probleme hätten verbringen können. Leider hatten wir nur eine Stunde, weswegen wir uns die Läden nur von außen ansahen und nicht rein gingen. Dann ging es mit der U-Bahn wieder los Richtung Flughafen und ab in den Flieger. Problemlos kamen wir um 16 Uhr Ortszeit in Nürnberg an und wurden von Andi und Jana herzlich am Flughafen empfangen.

Es war ein wunderschönes Wochenende, das noch dazu völlig im finanziellen Rahmen blieb und ich gerne und jederzeit wiederholen würde. London ist eine super interessante Stadt und mit Christiane hats richtig Spaß gemacht. Gerne wieder 🙂

Eure Andi

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–

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  1. Christiane

    Liebe Andy!!

    Das hast du wieder sehr schön geschrieben! Mir hat es auch total super in London mit Dir gefallen! Du weißt ja unser zukünftiger Sparplan lautet: wir lassen Kind und Kegel daheim und reisen um die Welt! Ist doch viiiieeeelll günstiger als mit Familie!!! 😈 😈 😈 😉 😉

  2. Gefällt mir 🙂 @ Andreas: wo ist der Button 😉

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