Die zweite Station meiner Tour ohne Konzerte war letztes Wochenende in Wien. Nach der Schule um 12:15 Uhr starteten wir zu dritt am Freitag mit dem Auto nach Wien. Kurz vor Altdorf machten wir schon den ersten Stopp, da Andi, dessen Leitspruch normalerweise „vor Österreich halten wir nicht mehr an“ ist, aufs Klo musste. Womit er sich künftig den Spruch sparen kann. Anschließend ging es entspannt, ohne größere Verkehrsaufkommen durch Deutschland und Österreich. Fünf Stunden später kamen wir in Wien an und diesmal drückte meine Blase so gewaltig, dass ich 500 m vor dem Hotel in einer Kneipe aufs Klo gehen mußte. Tja, wir werden alt. 😉
Unser Zimmer im Hotel war eine Suite dessen Sofa zum Bett für Jana ausgezogen war. Vorteile waren auch kostenloser WLAN Zugang und die Minibar war inklusive. Insgesamt war es modern eingerichtet, nur der grüne Teppich etwas gewöhnungsbedürftig. Nachdem wir unsere Taschen ins Zimmer gebracht hatten, fragten wir an der Rezeption wo man in der Gegend gut essen könnte. Der ursprüngliche Plan mit dem Praterbesuch hatte sich nämlich zerschlagen, als wir erfuhren, dass der in der Nebensaison nur bis 19:30 geöffnet hatte. Uns wurde ein Lokal um die Ecke empfohlen, in dem es gute Burger, Sandwiches, aber auch Wiener Schnitzel und Süßspeisen gab.

Vor unserem Hotel war die Stadtbibliothek und man konnte rechts und links davon deine Treppe hochsteigen. Um die Aussicht von dort oben genießen zu können, gingen wir auf Janas Wunsch hoch und weil es so viele waren, zählten wir jeder für sich die Treppen. Oben angekommen gabs den Zahlenvergleich, der drei unterschiedliche Ergebnisse 103, 104 und 112 zu Tage führte. Da auch das Zählen beim runter laufen kein eindeutiges Ergebnis brachte, vertagten wir diese Frage auf morgen und gingen wieder in unser Hotelzimmer.

Am Samstag klingelte um 8 Uhr der Wecker. Erstaunlich leicht stiegen wir aus unseren Betten, machten uns fertig und gingen dann zu einem erstklassigen Frühstücksbüffet. Das in London war ja schon gut, konnte aber mit diesem hier nicht mithalten. Es gab viele verschiedene Brötchensorten, Brot, Baguette, selbstgemachte Kuchen und Teilchen, Müsli, Marmeladen, Honigsorten, Spiegeleier, Rühreier, Würstchen, Rösti, Gemüse, Wurst, selbstgemachte Aufstriche, Lachs, Müsli…
Gut gestärkt und pappsatt liefen wir dann Richtung Innenstadt. Praktischerweise war auf dem Weg die große Wiener Einkaufsstraße, so konnten wir unterwegs noch Chucks für Jana und Mozartkugeln kaufen. Wir machten dann auch noch einen kleinen Schlenker nach rechts über den Naschmarkt. Hier bereute ich es so satt zu sein, denn es hätte viele Leckereien gegeben. Vom Naschmarkt aus fuhren wir dann mit der U-Bahn 2 Stationen zum Stephansplatz. Wir begutachteten den Dom und mieteten uns anschließend zu Janas Freude einen Fiaker, der uns in einer 25 minütigen Fahrt zur Hofburg und dem darin enthaltenden Sissi Museum brachte. Da Jana unbedingt darauf bestand, besuchten wir das Museum und bekamen durch den Audio Guide auch eine Führung. Da sich die spanische Hofreitschule auch in der Hofburg befindet, besuchten wir danach die Stallführung. Hier bekamen wir viele Hintergrundinformationen zur „hohen Schule“, unter anderem, dass die Ausbildung 18 Jahre dauert und am liebsten Leute mit Talent aber nur bedingter Reiterfahrung genommen werden. Das war nicht nur günstiger als die Aufführung, sondern für uns Nichtreiter sogar interessanter. Ein Blick in die Ställe und auf die Pferde fehlte auch nicht und so war auch Jana zufrieden.

Der nächste Programmpunkt war nun der Prater. Hierhin fuhren wir wieder problemlos mit der U-Bahn. Dieses große, ganzjährige Volksfest bietet neben dem Madame Tussauds die gängigen Fahrgeschäfte und einige sehr hohe Neue. Neben dem obligatorischen Riesenrad, sind wir auch eine Achterbahn gefahren bei der man liegt und so das Gefühl hat zu fliegen.
Da uns nun der Hunger übermannte, kauften wir uns noch ein Wiener Cordon Blue in einer Gaststätte in dem umliegenden Park.

Wenn ich ehrlich bin war ich danach im Hotel fast froh, dass ich jetzt nicht noch auf ein Konzert musste, denn ich war nach dem Tag ganz schön platt. Ich genoss ein schönes warmes Bad in der geräumigen Badewanne und schaute anschließend noch ein bißchen fern.

Am Sonntag nach einem weiteren sehr leckerem Frühstück machten wir uns auf zum Schloss Schönbrunn. Bei wunderschönem, blauen Himmel und angenehmen Temperaturen sahen wir uns das pompöse Schloss an und spazierten durch den Park. Mittags fuhren wir dann mit der Straßenbahn wieder zum Hotel, wo unser Auto seit Freitag Abend stand und danach ging’s wieder los auf die Autobahn nach Hause. Da praktischerweise John ’s Diner auf dem Heimweg lag, gönnten wir uns mit leckeren Sparerips noch den krönenden Abschluss zu einem harmonischen Familienwochenende. Hier ein großes Lob an unser Kind, dass mittlerweile in dem Alter ist in dem sie ohne zu maulen sowohl die Autofahrt als auch die 16000 Schritte, die wir am Samstag gelaufen sind, hingenommen und mitgemacht hat. Gerne wieder 😉

Eure Jandis

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–