Mittwoch nach der Arbeit ging es los. Total mutig setzte ich mich ins Auto und machte mich alleine auf die Reise nach Berlin. Um die 4,5 stündige Autofahrt zu überbrücken, hatte ich mir das Hörbuch „Winterkartoffelknödel“, gelesen von Christian Tramitz, besorgt. So verging die Fahrt auf der Berliner Autobahn eigentlich ziemlich schnell und wurde nur von diversen Pinkelpausen unterbrochen. Der Verkehr war auch annehmbar und so stand ich nur auf den letzten 6 km vor dem Berlin Tegler Flughafen im Stau. Um 16:30 kam ich dann an, fand zwischen den ganzen Taxis tatsächlich auch einen Parkplatz und suchte die restlichen Freaks, die sich alle bei Ankunft A 5 (glaub ich) sammelten.

Hier traf ich auf Nati, Nina, Birgit, Astrid, Andrea und Christa, Chris und Sanne. Die waren schon einige Zeit hier und hofften inständig Anastacia würde bald ankommen. Zur Begrüßung hatten sie ein Plakat mit Welcome back, einen Blumenstrauß und diverse Geschenke im Gepäck. Um 17:25 landete schließlich ein Flieger aus London und Anastacia kam tatsächlich mit dem an. Nach den vielen Stunden Flug sah sie müde, aber auch sehr erfreut und gerührt aus, als sie uns sah. Sie war ungewohnt sprachlos und kämpfte definitiv mit einem Kloß im Hals, als sie ihre Geschenke einsammelte, sich bedankte, winkte und aufgrund des Paparaziaufkommens schnell ins Auto stieg.

Wir taten es ihr gleich, stiegen in mein Auto und fuhren ins Hotel. Hier angekommen stellten wir nur unsere Koffer ins 3 Bett Zimmer, welches ich mir mit Nati und Nina teilte, und fuhren dann im Taxi kurze 15 Minuten zum Hard Rock Hotel. Hier mussten wir, obwohl es Mittwoch Abend und kein Wochenende war, 50 Minuten auf einen Tisch für 6 Personen warten. In der Zwischenzeit shopten wir ein bisschen in dem Shop und ich glaube genau dafür ist die Wartezeit auch da. 😉 Jana hat sich gefreut, denn für sie sprang ein Tshirt und ein pinkes Armband heraus.

Als wir später wieder im Hotel waren, war an schlafen noch nicht zu denken und wir quatschten noch bis 2:00. Der nächste Morgen kam dann schneller als gedacht, da Nina bereits um kurz nach 6 schon wach war. Wir machten uns langsam fertig und gingen dann um 8:30 zum Bäcker um die Ecke zum Frühstücken. Danach ging es zu Fuß zum 800m entfernten Brandenburger Tor und dem daneben liegenden Starbucks. Anschließend fuhren wir zum Kurdamm und der dort liegenden Einkaufspassage. Leider war es erst 9:30 und so schlenderten wir noch eine halbe Stunde an den geschlossenen Geschäften vorbei und trafen schon mal eine Vorauswahl. Danach kauften wir ein wenig ein und schauten uns die Auslagen im Kadewe an, dem Harrods von Berlin.

Gegen Mittag gingen wir noch mal kurz in unser Hotel um die Einkäufe zu verstauen und packten unsere sieben Sachen für den roten Teppich. Dann ging es los zur komischen Oper wo wir auch auf die Anderen aus dem Fanclub wieder trafen. Und dann begannen die gewohnten vielen Stunden des Wartens an der Brüstung. Erst waren es nur wir und 4 Andere, dann wurden es langsam immer mehr. Wir spielten ein paar Runden Uno, unterhielten uns, stöhnten über Rücken und Fußschmerzen und waren insgeheim froh, dass es nur ganz wenig regnete. 😉

Während wir warteten, konnten wir den letzten Aufbau und Feinschliff des roten Teppich beobachten. Interessant wurde es aber eindeutig erst als sich die Fotografen häuften und die Moderatoren auf den roten Teppich traten und leise in ihr Mikro sprachen. Dann kamen tatsächlich ein paar Promis an, die ich aber alle nicht kannte. Ich war wirklich schlecht vorbereitet, da ich weder einen Stift noch einen Zettel hatte und als Raol alias Dominik von GZSZ, den ich sogar mal kannte, direkt auf mich zukam und mir ein Autogramm geben wollte, hielt ich ihm mit den Worten „Ich mach nur Fotos“ meine Spiegelreflex ins Gesicht und hab nun ein echt gutes Foto. *g* Vom Rest kannte ich wenig, es waren wohl zwei Bayern Spieler da, und etliche Top Models, Moderatoren, Katharina Witt und Emmet von Twighlight. Als ich checkte wer er war, versuchte ich ganz viele Fotos für Christiane zu machen. Etliche Namen der Promis klingen mir heute noch in den Ohren da die Menge um mich herum schrie und mir ihre Blöcke von hinten auf den Kopf warf. Roter Teppich ist nicht so meins, vor allem wenn man mitbekommt, dass die meisten jeden Namen schreien und von jedem ein Autogramm wollen, nicht weil sie Fan sind, sondern um es für 20€ auf Ebay zu versteigern. So ein Quatsch.

Um 19:30 kam dann Anastacia in einem sehr schönen schwarzen Kleid auf den roten Teppich. Sie sah uns und winkte sofort und freute sich, das sah man eindeutig. Dann stellte sie sich den Fotografen und der Moderatorin. Anschließend machte sie ein Zeichen auf ihr weites Kleid, um uns zu bedeuten, dass sie nicht hinunter zu den Fans kommen könne, verwarf den Gedanken aber wieder, raffte ihr Kleid hoch und kam herunter. Wir bekamen alle eine Hand und ein Thank you und die Menge tobte. Als Anastacia dann die komische Oper betrat, verzichtetet wir auf das weitere Gedrängel bei Bekham und Kylie und verließen unsere erste Reihe. Im nahe gelegenen Subway konnten wir endlich sitzen und essen und es fühlte sich herrlich an. Ihren Auftritt kann man übrigens hier anschauen. Die Presse war insgesamt sehr angetan von ihrem Auftritt und in der Berichterstattung über die Männer des Jahres 2013 stahl Anastacia ihnen eindeutig die Show.

Die Tiefgarageneinfahrt von Anastacia’s Hotel war direkt um die Ecke und so schlugen wir danach hier unser Lager noch ein wenig auf. Um ca. 23 Uhr kam sie an und wir unterhielten uns kurz durch das hinuntergelassene Autofenster. Naja zumindest 3 von uns, mehr sahen nichts durchs Fenster, aber wir erfuhren so, dass sie sich wahnsinnig über die Geschenke und den Willkommensgruß gefreut habe, leider aber noch nicht so fit sei wie sie sich wünschen würde. Wir entließen sie in ihren wohlverdienten Feierabend und gingen auch selber in unser Hotel, das nah genug zum Laufen war. Hier tauschten wir noch Fotos aus, mailten sie an den Fanclub und verabschiedeten uns dann vom Rest.

Bis 2:00 Uhr konnten wir wieder nicht schlafen und so wurde auch die zweite Nacht eindeutig zu kurz. Am Freitag Morgen machten wir uns früh fertig, verabschiedeten uns zeitig und machten uns dann wieder auf den Heimweg. Dies hatte den Vorteil, dass ich schon vor Jana um 13 Uhr wieder daheim war. Todmüde zwar, aber heil. Ich fand den Ausflug sehr schön und auch nicht allzu teuer und so muß ich sagen, hat es sich schon gelohnt mal wieder aus dem Alltag auszubrechen 🙂

Eure Andi


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