Eigentlich war die Frage ja nie ob, sondern nur wann Jana ihr erstes Anastacia Konzert erleben wird. Die Antwort lautet nun: am Ostermontag 2014. Nachdem wir am Osterwochenende keine Verpflichtungen hatten und Radio FFN in Hannover sein „Das gelbe vom Ei“ Gratishoffest veranstaltete, beschlossen wir kurzfristig den Ostersonntag und Ostermontag in Hannover zu verbringen.

Zum Glück waren keine LKW’s auf der Autobahn in Richtung Norden, so konnten wir trotz vieler Baustellen am Sonntag Vormittag gut durchkommen und waren mit drei kleinen Pausen in fünf Stunden in Hannover. Hier fuhren wir als erstes zu FFN um uns den Hof anzusehen und beschlossen das Auto für morgen gleich stehen zu lassen. Dann nahmen wir unseren Rollkoffer und zogen ihn ca. 1km bei strahlendem Sonnenschein zu unserem Ibis Budget Hotel hinterm Hauptbahnhof.
Der Vorteil dieses Hotels war, dass Jana (Kinder unter 12 Jahren) nichts zahlen musste. Der Nachteil: das Zimmer war schon sehr klein. Janas Bett befand sich quer über unseren Köpfen, die Dusche und das Waschbecken waren im Zimmer und das Schlimmste war Andi und ich hatten nur eine Decke. Nachmittags dachten wir uns noch egal, für eine Nacht gehts schon, aber dass wir nicht nach einer zweiten Decke baten bereute ich später.

Wir verließen ziemlich schnell das Zimmer wieder und machten einen Spaziergang durch Hannover. Bei blauem Himmel wirkt jede Stadt schön, wobei mir schon auffiel, dass diese leicht nach 80iger Jahre aussah. Um 16 Uhr trieb uns der Hunger ins Vapiano, bei dem wir nicht viel falsch machen konnten, da wir dies schon aus Nürnberg kennen. Und es war mal wieder sehr lecker. Als wir um 17 Uhr fertig waren, wollten Jana und Andi zurück ins Hotel, sich aufs Bett legen und Fernsehen.

Parallel dazu twitterte Anastacia ein Foto mit ihren Mädels, das sehr nach Flughafen aussah. Von Andrea aus dem Fanclub wußte ich, dass sie beim Flughafen Hannover ihr Glück versuchen wollte und da ich nicht wußte ob sie Twitter unterwegs sah, rief ich sie an und erzählte ihr von dem Foto und bestärkte somit ihre Vermutung, dass Anastacia wohl um ca. 18 Uhr in Hannover ankommen würde. Sie fragte mich ob ich nicht auch kommen wollte, aber ich hatte keine Lust zum Auto zu laufen und zu dem leicht ausserhalb liegendem Flughafen zu hetzen. Andrea erzählte mir dann, dass eine sBahn vom Hauptbahnhof zum Flughafen fahren würde, aber auch diese Möglichkeit lehnte ich im Gespräch ab.

Da unser Hotel genau hinter dem Hauptbahnhof lag, kamen wir ein paar Minuten später unweigerlich daran vorbei und aus purer Neugierde schaute ich auf den Abfahrtsplan der nächsten Züge. Und tatsächlich fuhr die Flughafen S-Bahn in 8 Minuten ab. Diesem Wink konnte ich nun doch nicht widerstehen, kaufte mir ein Ticket, ließ Andi und Jana alleine ins Hotel gehen und fuhr die 15 Minuten zum Flughafen. Zum Glück ist dieser ziemlich klein und kaum angekommen, fand ich auch schon Andrea, die sich riesig freute nun doch nicht ganz alleine zu sein.

Wir mussten nur 10 Minuten warten, dann kam auch schon der Flieger aus Zürich an und ein paar Passagiere passierten den Ausgang. Andrea sah durch die Fenster eine Frau zügig zu dem zweiten Ausgang laufen und erkannte sie als die Stylistin von Anastacia. So hasteten auch wir schnell zum zweiten Ausgang und da kam sie auch schon, nur mit den zwei Stylistinnen und ihrer Schwester Shawn. Sie trafen gerade auf die beiden Männern die sie abholten, als Anastacia und Shawn uns sahen und freudig begrüßten. Es gab Küsschen, Umarmungen und viele Fotos. Ich fragte sie, ob sie „Back in Black“ morgen als Eröffnungssong spielen würde, sie antwortete morgen nicht aber auf jeden Fall auf der Tour. Sie war begeistert von dem Vorschlag und ich bekam ein High Five dafür. Andrea lobte dann noch das Duett das sie am Tag zuvor in der Schweiz performt hatte und auch darüber freute sich Anastacia sehr. Es war wirklich sehr nett und sie kam mir auch gar nicht gehetzt vor. Wir waren ganz alleine mit der Gruppe, nicht mal Passanten waren da. Wir hätten noch so viel fragen können, waren aber fast sprachlos. Im Nachhinein fällt einem immer ein, was man noch sagen hätte können, aber so verstrich die Gelegenheit und Ana ging zu ihrem Auto und fuhr davon.

Andrea und ich waren super happy dieses intime Meet and Greet bekommen zu haben und freuten uns auf dem gesamten Weg zum Parkhaus vor uns hin (Andrea nahm mich mit ihrem Auto wieder zurück in die Innenstadt mit). Plötzlich klingelte mein Handy und Nati war am Telefon. Sie freute sich tierisch für mich und ich fragte mich wie sie denn jetzt schon davon wissen konnte. Anastacia oder Shawn hatten wohl sofort im Auto das Bild von Andrea, Ana und mir gewittert und „Fanily LOVE surprises me at Hannover Airport“ dazu geschrieben. Nun wußte die ganze Fangemeinde Bescheid und Andrea und ich fühlten uns geehrt. Grinsend fuhren wir zurück ins Hotel.

Wir verabschiedeten uns bis morgen und ich lief noch die paar Meter hinter den Hauptbahnhof zu Jana und Andi. Ich kam pünktlich um 20:15 zum Abendfilm an. Wir hatten die Wahl zwischen Cars 2, Fluch der Karibik 3 und der Pferdeflüsterer und Jana war für den dritten Film. Mir war es egal, ich war happy. Dies hielt bis ca. Mitternacht an. Als ich allerdings um halb 2 immer noch nicht schlief, mich nicht bewegen traute da Andi ganz nah und mit unter der Decke war, schwante mir Schlimmes. Jana schlief über uns gut aber unruhig und rumorte über meinem Kopf. Mein Rücken oder mein Bauch, je nach dem wie ich lag, hatte keine Decke und ich schlief nur ungefähr drei Stunden in dieser Nacht.

Glücklich, dass der Morgen endlich da war, stand ich um 8 Uhr auf und schmiss mich in mein Redshirt. Auch Jana zog das rote „A“-Shirt an, welches wir mal drucken ließen und wir machten ein Foto. Dies gefiel mir so gut, dass ich es twitterte und schrieb, dass es Janas erstes Anastacia Konzert heute sein würde. Wir gingen um 9 Uhr zum Frühstücken. Das Buffet war nicht top aber durchaus genug und wenns Nutella gibt, bin ich immer glücklich. 😉 Dann war die Frage was wir bis zum Hoffest, das um 15 Uhr beginnen sollte, machen wollten. Da uns nichts einfiel und wir eh aus dem Hotel raus mussten, brachten wir unseren Koffer zum Auto und trafen dort auf die Redshirts (in Jacken, da es leider nicht mehr so warm wie am Sonntag war). Das Hallo war groß und herzlich und nun begann die Warterei am geschlossenen Rolltor. Irgendwann kam Anastacia zum Soundcheck, allerdings versperrte uns ein LKW der Brezen brachte den Weg und so hörten wir sie nur und sie uns. „Pssst. Ihr müsst so tun als seid ihr noch nicht da“ kommt da meist von der Bühne. Und „Hello“ und „Thank you“. Danach ging sie winkend ins Gebäude und gab ein Interview.

Mittlerweile war es ungefähr 13 Uhr und auch schon „normale Besucher“ standen mit uns vor dem Rolltor an auf den Einlass wartend. Wir waren wohl so um die dreißig Leute und die Fanliy hatte die Hoffnung auf ein kleines Meet&Greet schon aufgegeben, als Anastacia doch noch auf das Tor zu kam. Ich stand in erster Reihe, ließ aber Rita vor, die gestern nicht das Glück hatte es noch rechtzeitig zum Flughafen zu schaffen. Ich drückte ihr zu ihrem Handy nur mein Cover in die Hand und bat sie wenn es geht beides unterschreiben zu lassen. Dann sagte ich Jana bescheid, die mit Andi im Auto chillte. Und dann kam Anastacia. Es war wie immer ziemlich eng und durch die Gitter konnte man keine guten Fotos machen. Als sie mein Handycover unterschrieben hatte, das Rita ihr gegeben hatte, nahm ich es an ihrer Stelle in Empfang und bedankte mich. Da sah sie mich und fragte, ob ich es nicht gewesen sei, die gewittert hätte, dass ihre Tochter zum ersten Mal dabei sei. Und ich bejahte dies und sagte sie stünde da drüben. Dann ging ich aus der Menge raus und stellte mich zu Jana an den rechten Rand und als Anastcaia auf ihrer Höhe war, streckte sie Jana durch den Zaun ihre Hand entgegen, hieß sie willkommen und wünschte ihr viel Spaß auf dem Konzert. Jana verstand natürlich kein Wort und war ganz verdutzt, aber insgeheim hat es ihr schon gut gefallen und mir sowieso. :-))

Als Anastacia wieder weg war, schickte ich Jana wieder zu Andi, da nun die Tore aufgehen sollten und ich sie nicht in dem Gedrängel haben wollte. Sie sollte in Ruhe das Hoffest mit Basteln und Kinderschminken geniessen und sich dann um 15:30 zu mir vorschmuggeln. Ich ergatterte nach der typischen Hetzerei einen Platz in der ersten Reihe und stand nun wieder rum und wartete. Der Radiomoderator und der DJ unterhielten uns gut und so war das nicht mehr so langwierig. Sie warfen riesige Mengen an Capis, Hasenzähne und Hühnermasken ins Publikum und ich muss sagen, dass dieses gratis Hoffest echt toll organisiert und großzügig war. Um kurz vor vier war dann Jana bei mir und Anastacia kam mit Paid my Dues auf die Bühne. Danach kam Stupid little Things, welches Jana auch total gut findet. Anschließend kamen Klassiker wie One Day in your Life, Sick and Tired, Left outside alone und I’m outta love natürlich. Nach sechs Liedern war das Konzert leider schon wieder vorbei und wir machten uns zügig auf den Heimweg. Trotzdem muss ich sagen, dass sich der Trip für mich auf jeden Fall gelohnt hat und ich es schön fand einen Familienausflug mit Anastacia verbinden zu können. 🙂

Eure Andi
–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–