Nachdem unser Augustwetter ja eher an den November erinnert, waren wir froh wenigstens 2 Wochen davon in Spanien verbringen zu dürfen. Am 5.8 flogen wir Vormittags los und kamen nach 2,5 Stunden in Alicante auf dem spanischen Festland an. Am Flughafen mussten wir „nur“ noch unseren reservierten Mietwagen abholen, was bei der spanischen Servicegemütlichkeit über eine Stunde dauerte und dann ging es auch schon los auf die kostenpflichtige Autobahn Richtung Valencia.

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in Pedreguer an und etwas außerhalb lag dann unser Hügel voller Residenten- und Ferienhäuser. Wir wurden vom englischen Besitzerehepaar herzlich begrüßt und in das Haus eingeführt. Die Villa war am Hang gebaut und hatte im ersten Stock 2 Schlafzimmer mit angrenzenden Bädern, eine Gästetoilette und ein großes Wohn- und Esszimmer mit offener Küche. Von hier aus ging es dann auf eine überdachte Terrasse mit großem Esstisch und bequemen Sesseln und Sofas. Sowohl eine Innen-, als auch eine Außentreppe führten nach unten. Hier befand sich das Kinderschlafzimmer und noch ein Erwachsenenschlafzimmer mit Bad und der Ausgang zur Terrasse mit sechs bequemen Liegen und dem ca. 4x8m großen Pool in Nierenform. Begeistert sahen wir uns alles an, bestimmten die Zimmeraufteilung und hüpften dann endlich in den 29 Grad warmen Pool. Abends starteten wir in den kulinarischen Urlaub mit einer sehr leckern Seezunge und beendeten den Tag mit Nachtsnacktbaden im Pool.

Die Vormittage und Mittage verbrachten wir eigentlich immer auf der schattigen Poolterasse mit sonnen, schwimmen, lesen und Musik hören. Erst am Nachmittag machten wir Ausflüge an die verschiedenen Kies- und Sandstrände, wo wir meist in der Strandbar auch Tapas aßen und den Sonnenuntergang am oder sogar im 27 Grad warmen Meer genossen. In einer Bucht konnte man bei ruhigem Seegang sogar in eine Grotte schnorcheln, in der man dann stehen konnte. Dies beeindruckte nicht nur die Kinder. Ansonsten sah man in dem klaren Wasser leider wenig Unterwasserwelt, weswegen sich das weitere schnorcheln nicht lohnte.

An zwei Tagen verzichteten wir auf unseren Meerausflug und fuhren stattdessen mittags Serpentinen hoch in die Berge ins absolute Hinter- und Niemandsland. Am Ende trafen wir auf ein Lokal, das wir ohne die Kenntnisse von Kerstin und Ralf nie gefunden hätten. Hier gab es spanische Hausmannskost und die beste Paella mit dem besten Sangria. So verging der Nachmittag wie im Flug und auf dem Heimweg kauften wir uns noch in einer Bar ein Eis und noch einen Sangria. Den Abend verbrachten wir dann auf unserer Terrasse und im Pool.

Da überall um uns rum Fiestas waren, schauten wir uns das auch einmal an und gingen zum Stiertreiben. Dies fand hier auf dem Marktplatz statt, der komplett eingezäunt war und in der Mitte ein paar Spielgeräte aus Holz hatte. Es sah aus wie ein Abenteuerspielplatz für Stiere und im Grunde war es das auch. Ich dachte ja auch immer es wäre Tierquälerei, aber man sollte nicht vorschnell urteilen und es sich erst mal ansehen. Denn der Stier hatte sichtlich Spaß und tollte mit den spanischen Kärwaburschen, den Stiertretzern herum. Falls es dann doch mal für den Stier zuviel wurde, oder er sich verletzte, kam sofort die Stierkuh herein und der Stier folgte ihr hörig. Der Besitzer der Stiere war immer anwesend und achtete gut auf seine Tiere. Zum Abschluss gab es immer ein Feuerwerk, das wir von unserem Hügel aus meist sehr gut sahen und so fast jeden Abend ein Feuerwerk begutachten konnten. Nett 😉

In der zweiten Woche hatten wir einen Regentag und beschlossen deswegen in den Aquapark nach Valencia zu fahren. Als wir durch den Tunnel durch waren schien auch schon wieder die Sonne und so konnten wir den Ausflug uneingeschränkt geniessen. Der Aquapark ist der größte in Europa und hatte dementsprechend viele und große Aquarien. Das Highlight war die Delphinschow, die größer als in Nürnberg war und definitiv mehr bot. Den Abend verbrachten wir in Valencia, aßen Tapas in einer kleinen Seitenstrasse und besichtigten die schöne Innenstadt.
Der zweite Ausflug ging an einem anderen Tag nach Benidorm in den Tiergarten. Dieser ist schon etwas anders aufgebaut als unsere Tiergärten und war somit eine willkommene Abwechslung. Er ist aufgeteilt in Kontinente mit ihren Tieren und wir sahen unter Anderem Elefanten, Panther und viele wirklich große Spinnen.

Insgesamt verflogen die 14 Tage wie im Nu und es kam keine Langeweile auf. Wir kamen gut erholt, gebräunt und sonnenverwöhnt in unser sehr seltsames Augustwetter nach Deutschland zurück und hätten wohl lieber noch etwas bleiben sollen im schönen Spanien. 😉

Eure Jandis
–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–