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Amsterdam die Zweite

Letzte Wochenende waren Andi und ich ein zweites Mal in Amsterdam. Wie schon 2009 war auch dieses Mal der Ausschlag die Anastacia Tour. Das Konzert war Montag Abend, deswegen blieben wir von Samstag bis Dienstag. Da wir 2009 mit dem Auto in Amsterdam waren und total überrumpelt von den teuren Parkkosten wurden, 150 € für 3 Tage, beschlossen wir lieber gleich zu fliegen. Der Flieger war am Samstag um 19 Uhr in Amsterdam und mit dem Zug waren wir dann um 19:30 in der lebendigen Amsterdamer Innenstadt.

Wie auch schon beim Besuch davor sticht einem nach kurzem schon der süßliche Geruch, der aus den Coffeeshops strömt, in die Nase. 2009 hatten wir uns davon noch abschrecken lassen, aber nun war die Zeit reif. Einen ersten Vorstoß machten wir also gleich am Samstag Abend und kauften uns zwei Specialmuffins. Die aßen wir dann aber brav erst im Hotel, da wir uns nicht sicher waren, ob wir es sonst finden würden. Das Ibis Budget Amsterdam liegt nämlich ziemlich außerhalb und so mussten wir mit einem Transferbus 25 Minuten fahren bis wir am Hotel ankamen. Das Zimmer war spartanisch und praktisch wie alle Ibis Budget Zimmer, hatte aber alles was wir brauchten, sogar guten Wlan Empfang. Kaum angekommen aßen wir unsere Schokomuffins, die ganz normal schmeckten und warteten auf die Wirkung. Allerdings kann ich leider außer roten Augen und Müdigkeit nichts berichten und diese Symptome sind für uns um 1:30 eh normal, also???

Den gesamten Sonntag verbrachten wir in der Amsterdamer Innenstadt. Natürlich darf hier beim Sightseeing eine Grachtenfahrt nicht fehlen und so kauften wir uns ein 24 Stunden Fahrtticket, so dass wir überall ein- und aussteigen konnten, Informationen bekamen und stundenlang durch Amsterdam schippern konnten. Praktisch war auch, dass die Läden, trotz Sonntag, am Nachmittag geöffnet hatten, so machte auch der Spaziergang durch die Innenstadt Spaß. Nach langem Hin und Her beschlossen wir außerdem noch einen zweiten Versuch zu wagen und gingen nochmals in einen Coffeeshop. Hier erstanden wir zwei Joints for Beginners für je 3€ und ein Feuerzeug. Diese rauchten wir dann auf dem Weg zum Hotel und warteten wieder auf eine Wirkung. Ich fühlte mich maximal wie nach zwei Gläser Schnaps, wobei mich die nicht wirklich umhauen, deswegen war es wieder außer roten Augen nichts. Das Experiment zählt nun als gescheitert und abgeschlossen, aber wir können immerhin einen Haken dahinter machen.

Am Montag Vormittag fuhren wir gemütlich in die Stadt und frühstückten leckeren Kuchen. Danach schipperten wir mit dem Boot zum Hardrockcafe welches gleich neben dem Paradiso liegt, in dem das Anastacia Konzert am Abend stattfand. Vor der Halle warteten schon so um die zwanzig Fans darunter auch Babs und Dagi. Die beiden erzählten, dass sie nach dem gestrigen Konzert keine Lust auf stundenlanges anstehen hätten, worüber sich Andi sehr freute, denn wir verließen die Halle wieder und gingen erstmal im Hardrockcafe einen alkoholfreien Cocktail trinken. Diesen bekamen wir sogar for free weil Babs eine Vip Karte hatte. Daher schmeckte er gleich doppelt so gut. Da wir nicht wussten, wann es das nächste Mal etwas zu essen geben würde, bestellten wir auch gleich einen leckeren Hamburger dazu. Danach schauten wir wieder vor die Halle wo nur unwesentlich mehr Leute dazugekommen waren. Wir hatten allerdings immer noch keine Lust auf anstellen und spazierten deshalb noch ein bisschen durch die Innenstadt. Um 16 Uhr schlossen wir uns schließlich der mittlerweile ca. 50 Mann großen Schlange an und verharrten noch bis zum Einlass um 19 Uhr. Je näher dieser kam, desto enger wurde es und als die Türen sich öffneten gabs das nervende Gedrängel. Babs hatte vorher schon vorgeschlagen nicht in den Raum, sondern gleich hoch auf den Balkon zu gehen und so sicherten Andi und ich perfekte Sitzplätze in der ersten Reihe ein paar Meter über der Bühne. So konnten wir die italienische, rockige Vorgruppe Fyre entspannt im Sitzen geniessen. um 20:30 kam dann Anastasia mit einem meiner Lieblingslieder „Left outside alone“ auf die Bühne und die Menge war sofort dabei, winkte, klatschte und sang mit. Wir konnten uns natürlich auch nicht mehr auf den Sitzplätzen halten, was aber nicht so schlimm war, da die hinter uns zum Glück auch schon standen. Nur bei den langsameren Liedern gab es manchmal Gemecker von hinten, deswegen setzte ich mich in der Strophe von Staring at the Sun, als Anastacia eine Handbewegung nach unten in unsere Richtung machte, erntete allerdings sofort ein Kopfschütteln und einen Daumen nach oben als ich prompt wieder aufstand und eine zweite Verbeugung ihrerseits, die ich nun auch als solche deutete. Mit einem dicken Grinsen beiderseits beendeten wir diese kurze nonverbalen Unterhaltung. Die Playlist war der Hammer. Es gab auch eine kurze Unplugged Einlage und viele rockige Momente. Zwei Mal wurden die Lieder von einer Anastasia Fragerunde unterbrochen, in der das Comedietalent der kleinen Blonden mal wieder zum Vorschein kam. Nach ca. 100 Min war es nach der Zugabe leider schon vorbei. Rita sprach mir aus der Seele, als sie sagte:“ Mann, alles unter 5 Stunden ist doch Scheiße.“ 😉 Aber fairerweise muss man sagen, dass wir super unterhalten wurden, Anastasia’s Charme in jeden Winkel der Halle vordrang und sie alle bezauberte, was auch die guten Kritiken untermauerten.

Nach dem Konzert fuhren Andi und ich mit dem letzten Transferbus wieder zurück in unser Hotel. Am nächsten Morgen frühstückten wir noch gemütlich und begaben uns dann zum Flughafen. Wir hatten viel Glück das wir noch Heim kamen, da am Abend ein Sturm gemeldet und deswegen die Flüge gestrichen wurden. Mein Vater und Jana holten uns vom Flughafen ab und es war auch schön wieder daheim zu sein. Vor allem wenn man weiß, dass es in München und Wien noch eine Zugabe gibt.

Grins, Andrea

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  1. Ich bin echt froh, dass wir in Amsterdam waren, da der Rest der Tour auf Januar verschoben wurde und somit noch etwas auf sich warten lässt. Aber zum Glück ist aufgeschoben ja nicht aufgehoben 😉

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