Sonntag bis Mittwoch verbrachten Andi und ich in der schönen Schweiz am Fuße des Matterhorns. Jana übernachtete bereits von Samstag Abend an bei Roths, und so konnten wir schon um 5 Uhr aufstehen. Trotzdem war es fast 6 Uhr, bis wir nach einem kleinen Frühstück losfuhren. Die Autobahn war frei, der Himmel wurde immer blauer je näher wir kamen und so verlief die Fahrt gut.

Ganz ohne kleine Abenteuer klappt es bei so eine Reise selten und auch hier wurden wir vom unangekündigten Autozug überrascht, auf dem wir fahren mussten und der einfach 30 Sfr=€ kostete. Ich war etwas schockiert, Andi hellauf begeistert und so fuhren wir mit dem Auto auf den Zug, der uns eine halbe Stunde lang bergauf durch den Berg karrte. Kurz darauf, ein paar Serpentinen und Höhenmeter später, trafen wir in Täsch ein. Das war zwar noch nicht ganz unser Ziel, allerdings die Endstation für unser Auto. Nachdem meine Recherchen daheim ergeben hatten, dass Parkhaus und Bahn genauso teuer war wie Parkplatz mit kombiniertem Taxi, gönnten wir uns eine private Fahrt mit dem Taxi nach Zermatt. Auf dem Weg dorthin sahen wir sofort ein, warum die Strasse für den öffentlichen Verkehr gesperrt war. Sie war sehr eng und ramponiert.

Um 12:30 Uhr kamen wir am Ortseingang von Zermatt an und mussten aussteigen, da hier auch Endstation für unser Taxi war. Aber es traf sich super, dass unser Hotel auch gleich auf der Seite von Zermatt war. Gebucht hatten wir die Ferienwohnung Patrizia, für die wir den Schlüssel im 4 Sterne Best Western Hotel abholen sollten. Hier teilten sie uns allerdings mit, dass wir im Hotel ein Zimmer, mit super Ausblick aus dem obersten, vierten Stock und mit kleiner Küchenzeile, bekommen würden. Begeistert bezogen wir unser Zimmer und freuten uns über das kostenlose Upgrade.

Danach erkundeten wir zu Fuß das kleine, idyllische Zermatt. Hier ist ein schnuckeliges Hotel neben dem anderen und man fragt sich ernsthaft wo die Einwohner denn eigentlich leben. Alles ist locker zu Fuß erreichbar und für die Bequemen und die Skifahrer fahren Elektrotaxis und -busse. Es gibt sogar ein paar Pferdekutschen mit denen die Gäste der fünf Sterne Hotels vom Bahnhof oder dem Ortseingang abgeholt werden. Nachdem wir uns mit Getränken, Nudeln und etwas Süßem beim Coop eingedeckt hatten, beschlossen wir den Nachmittag im Spa des Hotels zu verbringen. Da vermutlich alle Skifahren waren, waren wir ganz alleine im 100 qm großen, 33 Grad warmen Solebecken, der Sauna und dem Dampfbad. Dies genossen wir in vollen Zügen. Abends waren wir dann allerdings ziemlich müde und so kochten wir uns nur noch ein paar Nudeln und legten uns vor den Fernseher um uns den Frankentatort anzusehen.

Am Montag wollten wir natürlich auch mal hoch auf den Berg. Im Zuge des Zermatt Unplugged, gab es ein Paket mit Tagespass (75€), Mittagessen (20€) mit einem Getränk (6€) und Schlittentageskarte für die Gornergratbahn, die hoch auf 4000m fuhr. Dies war mit einer Konzertkarte auf 65€ statt 115€ reduziert und den Tagesausflug gönnten wir uns. Die Schrötersisters Astrid und Birgit wollten auch mit und so verbrachten wir den Tag bei strahlend blauem Himmel im fast schon zu grellem weissen Schnee. Die Aussicht von dort oben und auf das Matterhorn war umwerfend und es war angenehm warm. So konnte man relaxt in der Sonne sitzen und es sich gutgehen lassen. Am frühen Nachmittag holten wir uns dann die Schlitten und fuhren die schönste Schlittenabfahrt der Alpen 4-5 Mal hinunter. Abwärts dauerte es ca. 8-10 Minuten und aufwärts mit der Bahn inkl. Wartezeit ca. 25. Es machte unheimlich viel Spaß und wir freuten uns darüber den tollen Ausflug gemacht zu haben. Andi und ich ließen dann den Tag wieder im Schwimmbad mit Sauna ausklingen und aßen im Zimmer.

Am Dienstag Vormittag traf ich mich mit Astrid und Birgit und auch Nina und Steffi waren mittlerweile schon da. Wir tranken auf der Terrasse des fünf Sterne Hotels, in dem wir Anastasia vermuteten, einen Kaffee, als wir ihre Schwester Shawn herauskommen sahen. Sie begrüßte uns freudig und erzählte uns, dass das Konzert am Abend komplett unplugged sein würde, was wir ja schon erwartet hatten. Außerdem meinte sie, dass Ana noch schliefe und sie nicht vor 19:45 Uhr aus dem Haus gehen würde. Danach verabschiedete sie sich und ging etwas Zermatt erkunden. Auch wir Anderen trennten uns nochmal, da Andi und ich nochmal ins Spa gehen wollten, Nina und Steffi mit der Kutsche fuhren und Astrid und Birgit ins Museum gingen.

Nach einem erneuten exklusiven Nachmittagsbesuch im leeren Bad, stärkten Andi und ich uns noch im Zimmer und dann ging es mit den Konzertkarten im Gepäck los. Wir trafen uns mit den anderen vier Mädels vor Anastacia’s Hotel und winkten ihr als sie rauskam. Sie winkte begeistert zurück und dann liefen wir zum Zelt um die Ecke in dem das Konzert stattfinden sollte. Hier gab es ein pompöses Foyerzelt mit einer großen Bar und lauter Kronleuchtern. Auch im Hauptzelt hingen Kronleuchter und auf den Stühlen der ersten Kategorie lagen bequeme, weiße Felle. Es war schon eine besondere und exklusive Location und unsere Plätze in der dritten Reihe fast mittig waren super. Meiner Meinung nach sogar besser als die der Anderen, die zwar in der ersten Reihe saßen aber ganz am Rand. Als Anastasia kam, sang sie viele Lieder im sitzen, was zu den etwas ruhigeren Tönen des Unplugged passt und da war der Stuhl sogar leicht in unsere Richtung gedreht, so dass sie uns oft direkt ansang. Dass sie mich gesehen hatte, zeigte sie auch zwei Mal, indem ich ein Daumen hoch für mein Klatschen im Lied bekam und sie mein Love-Zeichen erwiderte, mit anschließendem Thank you am Ende von Heavy on my heart. Da die meisten Anderen weder mitsangen noch wippten war es nicht wirklich schwer ihre Aufmerksamkeit auf mich in der dritten Reihe zu lenken, trotzdem schön. 😉

Applaudieren konnten die Schweizer gut und ich denke auch nicht dass sie ein undankbares oder unglückliches Publikum waren, es waren nur kaum Fans anwesend die mitsingen konnten. Trotzdem kam Anastasia sehr gut an. Auch immer noch, als sie plötzlich ab der Hälfte des Konzertes einen Frosch im Hals hatte, die Stimme immer rauher wurde und die Highnotes schwanden. Sie kämpfte sich trotzdem durch ihre neu arrangierten Unpluggedsongs und das Publikum feuerte sie an und unterstützte sie mit Ricolabonbons. Allerdings ist singen mit Bonbon im Mund auch nicht das Wahre und so verschluckte sie sich an einem und man sah ihr an, dass es sie fertig machte so unerwartet die Kontrolle zu verlieren. Sie entschuldigte sich mehrfach, wobei ich ja immer noch finde, dass eine Anastacia mit nur halben Stimmvolumen immer noch besser klingt als die meisten Anderen und somit das Konzert trotzdem bis zur letzten Minute geniessen konnte. Schade war, dass es keine Zugabe gab, aber auch das konnte eigentlich Jeder nachvollziehen unter den Umständen. Wäre aber trotzdem schöner gewesen, wenn sie noch ein Lied herausgekratzt hätte. Egal, trotzdem bereue ich nichts, es waren wunderschöne Tage, bei herrlichstem Wetter in einem sehr schönen Hotel und ich würde sofort die Zeit zurückdrehen und nochmal fahren. Am Mittwoch frühstückten wir noch in Zermatt und brachten unsere letzten SFR unter die Leute und um 10 Uhr ging es dann mit dem Taxi wieder nach Täsch und anschließend mit dem Auto (und dem Autozug) in insgesamt 7 Stunden wieder in die Heimat. Danke an unsere Babysitter Familie Roth, Hübscher und vor allem Papa und Birgit, ohne die sowas während der Schulzeit unmöglich wäre. Bussi

Eure Andi

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–