Ein Projekt 2015 sollte ja die Renovierung unserer Fahrradhütte vor dem Haus sein. Ursprünglich wollten wir nur ein neues Tor einbauen, eventuell mit Schiebesystem, bis wir im Internet das Haus unserer Träume fanden. Es war ein Fahrradhaus von zweiradgarage, das ein aufklappbares Dach hatte und so ermöglichte, dass man aufrecht hineingehen konnte und nicht wie vorher hineinklettern muss. Allerdings kostete das Model unserer Träume mit Lärchenholz ca. 3000€ was uns zu dem Entschluss trieb das selbst nachzubauen.

Der erste Schritt war der Abbau der alten Hütte und das Entsorgen. Am zweiten Tag wurde der Vorgarten gepflastert. Wir kauften uns dunkelgraue Steine, die denen unseres Weges glichen, ebneten alles und verlegten die Steine. Hier hatten wir wahnsinniges Glück, da der Platz drei Meter lang war und die Steine 50 cm lang. So konnten wir sechs aneinander legen ohne schneiden zu müssen. Nur die Torpfosten mussten ausgeschnitten werden. Danach besorgten wir uns Lärchenholz, welches uns Georg mit seinem Anhänger aus Pyrbaum abholte und heimfuhr. Vielen Dank dafür.

Am nächsten Samstag bauten wir die drei Seitenwände auf. Wir legten 17 Bretter aneinander und befestigten sie mit zwei Querbalken, anschliessend wurde das schräge Dach durch Querbalken angezeichnet und die darüberstehenden Hölzer weggesägt. Obwohl Lärche sehr widerstandsfähig ist, lasierten wir alle Seiten, bevor wir sie aufstellten und miteinander verschraubten.

Nun war das Dach an der Reihe. Das hintere Dach wurde einfach auf die Seitenwände geschraubt. Für das Vordere, welches wir aufklappen wollten, brauchten wir noch eine stabile Trägerkonstruktion. Anschließend bauten wir noch die Frontwand und verschraubten Sie mit dem vorderern Dach.

Am Schluß wurde es dann spannend, weil wir nicht wussten welche Stärke die Gasdruckfeder, die uns beim Öffnen des ca. 70 kg schweren Daches helfen sollte, haben müßte und in welchem Winkel sie angeschraubt werden musste. Hier half uns Christian. Zuerst versuchten wir unser Glück mit einer 1300N starken Gasdruckfeder. Die hielt das Dach bombig oben, allerdings schaffte man es nicht mehr es zu schließen. Danach versuchten wir es deswegen mit 700N. Hier klappte es wunderbar, allerdings ging das Tor mit dem Winkel nur 1,30m hoch und Keiner konnte so aufrecht sein Rad hineinschieben. Als Andi dann den Winkel änderte, war die schwächere Feder überfordert. Auch die 1300N Feder tat sich noch schwer, weswegen wir die 1500N einbauten. Damit hätte es funktioniert, allerdings hatte eine einen Materialfehler und zerbrach an einer Schweißnaht. Wir bekamen sofort einen Ersatz und können nun stolz berichten, dass das Tor wunderbar aufgeht. Vielen Dank für die tolle Unterstützung.

Zum Glück ist Jana schon so groß, denn auch sie kann es problemlos auf und zu machen. Insgesamt beliefen sich die Materialkosten auf ca. 800€ und somit hat sich die investierte Arbeit von ca. 7 Tagen eindeutig gelohnt.

Eure stolzen Andis

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