Von Montag bis Freitag verbrachten wir die zweite Pfingstferienwoche mit Familie Beke in Paris. Wir fuhren am Montag zeitig um 6:00 Uhr los und kamen sehr gut durch. Um 13:30 Uhr fanden wir ohne Probleme unser Hotel und parkten das Auto bis Freitag in der Tiefgarage. Wir checkten im Ibis Budget ein, welches wir ja schon von Hamburg kannten und Jana freute sich wieder über ihr Hochbett über unseren Köpfen. Ansonsten ist das Zimmer sehr klein, aber es reichte vollkommen für die wenigen Stunden die wir hier verbrachten.

Wir stellten nur kurz unsere Koffer ab und dann ging es schon los mit der U-Bahn Richtung Innenstadt. Unser erster Anlaufpunkt waren die Pyramiden, da wir sehen wollten, wie lange die Anfahrt dauerte, da wir morgen um 10 Uhr für unsere Stadtrundfahrt da sein mussten. Wir benötigten ca. 1 Stunde mit U-Bahn, umsteigen und laufen und kamen dann am Louvre an, wo die große Pyramide in der Mitte der Eingang ist und es noch drei kleinere drumherum gibt. In das Museum konnten wir nicht mehr, da es demnächst schloss, aber wir gingen trotzdem in den Eingangsbereich und zumindest im Louvre mal aufs Klo. 😉 Danach liefen wir an der Seine entlang Richtung Notre Dame und sahen viele Brücken mit tausend Schlössern. In einem typischen französischem Bistro gingen wir auf dem Weg noch etwas essen. Über die Pont Neuf, die älteste Brücke Frankreichs, kamen wir dann auf die Ile de la Cite auf der auch die Kirche Notre Dame steht. Die konnten wir uns auch nur von aussen ansehen, da sie leider schon zu war. Danach gingen wir zum Trocadero Platz, von dem aus man den besten Blick auf den Eiffelturm hat. Dieser glitzert ab 22 Uhr jede volle Stunde für 5 Minuten und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Ich muss sagen ich hatte ihn kleiner erwartet, aber er ist schon wirklich beeindruckend. Erschöpft aber glücklich fielen wir um Mitternacht dann in unser Bett.

Allerdings nicht für lange, weil wir uns um 8 Uhr schon wieder zum Frühstück verabredet hatten. Dies fiel etwas mickrig aus, da Wurst und Käse komplett fehlte, was wir aus den anderen Ibis Budgets gar nicht gewohnt waren, aber zumindest gab es Croissants, Baguette, Marmelade und Nutella. Danach ging es mit der Metro wieder zu den Pyramiden und von da aus mit dem Doppeldeckerbus einmal quer durch Paris an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Das Ende der Tour bildete der Eiffelturm, wo wir mit der Gruppe einen Fast Entry hatten und zum Glück nicht anstehen mussten. Hier fuhren wir mit dem Aufzug in die zweite Etage und hatten einen wunderschönen Blick über Paris. Nachdem wir den ausgiebig genossen hatten, gingen wir die Treppen wieder hinab und sahen hier die beeindruckende Konstruktion. Unten angekommen hatten wir ganz schön weiche Knie, aber das hatte sich eindeutig gelohnt.

Nun wollten wir uns mit einem süssen Teilchen von einem französischen Bäcker, der uns explizit empfohlen wurde, belohnen. Andi gab den Namen der Strasse in sein Navi ein und so liefen wir wieder entlang der Seine. Eigentlich sollten es nur 1,3 km sein, aber es fühlte sich wie 4 an (in echt waren es 3) und mittlerweile hatte ich keine Lust mehr auf Süßes, sondern einfach Bärenhunger und so verschoben wir das und aßen erstmal ein Baguette in irgendeinem Bistro auf dem Weg. Anschließend kauften wir uns beim nächstbesten Bäcker Macarons und Tartes, legten uns in einen Park auf die Wiese, wie viele Franzosen es machen und ruhten uns etwas aus. Danach wollten wir allerdings trotzdem wissen wo der Bäcker war und nach weiteren 1,3 km fanden wir ihn dann endlich. Allerdings war ich nun satt. 😉
Wir liefen zurück zum Eiffelturm und an die Seine und machten noch um 18 Uhr eine Bootsrundfahrt. Bootfahren ist immer schön. 😉 Danach gingen wir nochmal zum Trocadero an den Wasserspielen vorbei, wo sich die Mädels begeistert nass spritzen ließen und genossen nochmal die schöne Aussicht. Mit einem letzten Galette auf die Hand beendeten wir den Tag und fuhren bis kurz vor 22 Uhr wieder zurück ins Hotel.

Am Mittwoch war unser Besuch im Disneyland geplant und so mussten wir auch diesmal bereits früh aufstehen und um 8 Uhr Frühstücken. Da Christian nicht mit dem Auto fahren wollte, fuhren wir mit der U-Bahn zum Zug und mit diesem zum Disneyland. Leider wussten wir nicht wieviel das Ticket kosten würde und gingen so einem Trickbetrüger auf den Leim, der uns das Onewayticket als Hin und Zurück Ticket verkaufte und den doppelten Preis verlangte. Auf dem Heimweg waren wir dann entsetzt als es nicht ging und wir nochmal ein Onewayticket lösen mussten. Bis auf diese Erfahrung, ist uns aber zum Glück nichts gestohlen worden und auch jeder Kontakt zu den Franzosen war nett, offen und unheimlich freundlich. Da waren wir wirklich positiv überrascht.

Im Disneyland angekommen entschied die Münze die wir warfen für die Disney Studios. Das ist der zweite Park, der neuer ist und mehr Fahrgeschäfte für Größere hat, allerdings auch viel kleiner ist als der Hauptpark. Trotzdem schafften wir an einem Tag grad mal den Park und das obwohl wir bis auf einmal 40 Minuten nur 10 Minuten anstehen mussten bei den Fahrgeschäften. Außerdem sahen wir uns zwei Shows an und kamen bis 18 Uhr grad so durch. Ich war stark hin und hergerissen, da ich mir auch unheimlich gerne den grossen Park angesehen hätte, aber da Jana eh nicht auf verkleidete Menschen steht, war es vermutlich besser so. 😉 Abschließend mussten wir natürlich noch in den Souvenirläden shoppen und begaben uns dann leicht geschockt vom Rückticket wieder nach Hause.

Am Donnerstag gönnten wir uns eine halbe Stunde länger Schlaf und trafen uns um 8:30 Uhr zum Frühstück. Heute war das Künstlerviertel Montmartre mit der wunderschönen Kirche Sacre Coeur dran. Diesmal nahmen wir den Kinderreiseführer zur Hand, der einen schönen Rundgang durch Montmarte beschrieb und uns auch einiges erklärte. Er führte uns an Picassos ehemaligen Atelier vorbei und zu einem schnuckligen Restaurant indem wir ein französisches Menü mit Zwiebelsuppe, Beuff und Mousse au chocolat oder Tarte aßen. Frisch gestärkt shoppen wir uns dann noch durch die süßen, kleinen, individuellen Läden und begaben uns dann für eine kleine Siesta zurück ins Hotel. Am Abend stiegen wir dann beim Concorde Monument wieder aus der Metro aus und liefen durch den Park Richtung Triumphbogen. Auf der Champs-Elysees bewunderten wir die teuren Geschäfte und kamen nicht am GAP vorbei, ohne etwas zu kaufen. Um 22 Uhr gingen wir dann die 270 Treppen den Triumphbogen hinauf und genossen nochmal Paris von oben bei Nacht. Dieser schloss um 23 Uhr und so fuhren wir, nachdem der Eiffelturm nochmal geglitzert hatte, dann wieder ins Hotel.

Am Freitag schliefen wir etwas länger und nach dem Frühstück ging es auch wieder Richtung Autobahn. Wir kamen wunderbar durch und waren mit einkaufen um 17:30 Uhr wieder daheim. Zum Abschluss grillten wir noch mit Bekes, um auf die gelungene Woche anzustossen. Ich denke man könnte zwar noch viel mehr sehen, aber wir haben schon viel mitgenommen von Paris und sind sehr überrascht und begeistert von den Franzosen. Der Sommerurlaub kann kommen.

Eure Andis
–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–