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Donauinselfest in Wien

Das Wochenende verbrachte ich mit Christiane in Wien. Wir trafen uns nach der Arbeit beim Beck, kauften noch etwas Proviant und dann fuhr uns Andreas zum Busbahnhof in Nürnberg. Hier mussten wir leider 35 Minuten auf unseren verspäteten Bus warten, aber dann ging es ab Richtung Wien. Die Fahrt verlief ohne weitere große Störungen, allerdings vergrößerte sich unsere Verspätung noch auf eine Stunde und so kamen wir erst um kurz vor 21:30 Uhr in Wien an. Dann ging es ab zum Hotel, nur kurz, und anschließend mit der U-Bahn zum kostenlosen, riesigen Donauinselfest.

Hier liefen wir durch das gesamte Festivalgelände (4km!!) und kamen an vielen Bühnen mit unterschiedlichster Musik, von Reggie über Disco DJ’s bis zu Dj Ötzi, vorbei. Außerdem gab es verschiedene Essenstände mit erstaunlich humanen Preisen und auch Bekleidung konnte man shoppen. Durch den langen Weg bis zur Hauptbühne verpassten wir leider Trio Cruz und auch von Andreas Burani hörten wir nur die letzten 4 Lieder. Die Bühne war riesig und die Menschenmasse davor angsteinflössend. 100.000 Menschen standen alleine hier und als das Festival um 12 Uhr aus war, wollten natürlich alle 1,2 Mio!! Tagesbesucher mit uns zur U-Bahn. Sie machten Blockabfertigung und wir mussten ewig in einer engen, alkoholisierten Menschentraube warten, die kurz davor war durch drängeln in Panik auszubrechen. Uns schlug das Herz bis zum Hals und wir machten drei Kreuze als wir endlich in der engen U-Bahn standen. Die 500m zu unserem Hotel wollten wir eigentlich laufen, aber nachdem wir durch die dunkle Praterallee hätten gehen müssen, leisteten wir uns ein Taxi. Trotz der lediglich 4km Entfernung zum Festival, brauchten wir so 1,5 Stunden um ins Hotelzimmer zu kommen und fielen erschöpft in unser Bett.

Am Samstag standen wir etwas gerädert und unfreiwillig um 9 Uhr auf, genossen das erstaunlich gute Frühstück und gingen anschließend die Stadt erkunden. Wir fuhren zum Dom und liefen von hier aus zur Hofreitschule, dem Sissimuseum bis zum Staatstheater. Das reichte an Sightseeing erstmal und so ging es ab zum Festivalgelände. Diesmal stiegen wir an der U-Bahnhaltestelle Neue Donau aus und kamen direkt an der Hauptbühne raus. Um 13:30 Uhr kamen wir an und trafen auf Babs, Dagi, Larissa, Steffi und Nina. Das waren auch die Einzigen die bis zu diesem Zeitpunkt am Gatter der ersten Reihe standen. Wir setzten uns dazu und waren von nun an links vom Mikrophon, mittig in der ersten Reihe. Es war sonnig, man konnte sich anlehnen, es gab eine Toilette in der Nähe, 0,5l Wasser für 1€! und eine vielfältige Essensauswahl. Was will man mehr. 😉 Es wurde eigentlich erst nicht mehr lustig, als es um ca. 3 Uhr ziemlich heftig zu regnen begann. Zum Glück bekamen wir von den Securities einen Regenponcho und so durchnässten wir nicht völlig. Nach 30 Minuten hörte es wieder auf und fing auch im Laufe des Tages nicht mehr an. Noch dazu war es erstaunlich warm und so konnten wir die nassen Jacken ausziehen und fühlten uns im T-Shirt trotzdem wohl. Glück gehabt.

Die Wartezeit wurde uns durch den Soundcheck von Natalie Impruglia verkürzt, die fast eine Stunde ihre Show einübte. Der Vorteil war, dass wir Abends die Lieder dann schon etwas kannten. Um 16 Uhr begann dann die eigentliche Show mit einer Newcomerband junger gutaussehender Männer, die Rock mit Ziehharmonika kombinierten und sich ganz gut anhörten. Anschließend kam Minisex, die einen sehr alten, langhaarigen, verrückten Frontmann haben und wahnsinnig laute Elektromusik spielen. Das hat vor den Riesen Boxen in der ersten Reihe schon körperlich weh getan und war schon so crazy, dass es fast schon wieder lustig war. Opus danach hingegen waren etwas langweilig. Die besten beiden Lieder waren Life is Life und das gecoverte Don’t stop me now. Natalie Imprulia war sehr nett, hat eine nette Stimme, nette Countrylieder, sympathische nette Sägerin. Alles ganz ok, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Beim DJ der kurz danach kam, hatten wir mehr Spaß, da er nur Lieder spielte, die man lauthals mitgrölen konnte.

Und dann war es endlich 22:30 Uhr und Anastacia kam auf die Bühne. Schlagartig begann die Party. Die Show war wirklich Wahnsinn, die Setlist rockig ohne Ende: Left outside alone, Staring at the Sun, Sick and Tired, Welcome to my truth und Season Change waren die ersten fünf Lieder und wir waren am klatschen, hüpfen, mitsingen und feiern. Christiane und auch die anderen Zuschauer waren hellauf begeistert. Anastacia konnte durch die 100.000 Zuschauer und die Live Übertragung auf ORF3 endlich mal wieder mehr Leute von sich überzeugen. Sie war sehr gut gelaunt, Stimmlich oben auf und die Liederauswahl hätte ich mir nicht besser wünschen können. Nur Lifeline fehlte, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Bei One Day in your Life ging Anastacia von der Bühne hinunter und lief durch den Graben. Bei uns kam sie auch vorbei und klatschte uns ab. Sie hatte uns aber auch schon von Anfang an gesehen und uns mit Zwinkern und Winken begrüßt. Um kurz vor 12 Uhr kam mal wieder I’m outta love, was bei uns schon den faden Beigeschmack des letzten Liedes hervorruft, und dann war die Show leider vorbei. Jetzt kamen auch endlich Stefan und Roland, die sich die Show von etwas weiter hinten angesehen hatten, zu uns nach vorne und wir begrüßten uns herzlich. Begeistert setzten wir uns noch zusammen und tranken etwas mit dem Fanclub. Um 1:15 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, der nun viel besser funktionierte als am Freitag, da die Masse schon weg war und um 2 Uhr waren wir im Bett. Glücklich aber ziemlich k.o..

Deswegen ließen wir am Sonntag auch das Frühstück, das es nur bis 10 Uhr gab, ausfallen und schliefen lieber bis 9:45 Uhr. Danach packten wir gemütlich unsere Sachen und fuhren nochmal in die Innenstadt. Hier gönnten wir uns zum krönenden Wien Abschluss das beste Wiener Schnitzel der Stadt und begaben uns dann langsam wieder zu unserem Bus nach Hause. Der kam diesmal pünktlich und war auch in Nürnberg im Zeitplan und so holte uns Christian um 8 Uhr in Nürnberg wieder ab. Es war ein anstrengendes, aber sehr schönes Wochenende und vielen Dank und Hochachtung an Christiane die das volle Fanclub Programm des Wartens und der ersten Reihe klaglos mitgemacht hat. Hut ab. Darfst jederzeit gerne wieder mit, falls Du das willst.

Grins, eure And

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–

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  1. Chris

    Oh das freut mich total dass du mit mir zufrieden bist!! Klar das nächste Festival kommt bestimmt!!

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