Die letzten zwei Wochen verbrachten wir mit Christiane, Christian und Larissa an der Cote d’Azur. Eigentlich hatten wir ja bereits im Herbst ein Haus in Cannes gebucht, allerdings wurde dies eine Woche vor Abfahrt vom Vermieter storniert, da er behauptet hatte wir hätten komplett überweisen müssen, wohin gegen wir Bar bei Ankunft zahlen wollten, so wie es auch anfangs in seiner Email stand. Etwas vor den Kopf gestossen und verwirrt mussten Christiane und ich nun schnell etwas Neues suchen, was sich gar nicht als so einfach erwies.

Da wir keine Lust mehr hatten wieder etwas über das Internet zu buchen, gingen wir ins Reisebüro und hatten auch hier nur, wenn wir weiterhin Frankreich, die zwei Wochen und die Gegend wollten, die Auswahl zwischen zwei Häusern. Wir nahmen das Ländlichere in der Nähe von Grasse, was einen modernen und geräumigen Eindruck machte und zumindest in etwa preislich dem alten Haus entsprach. Es änderte sich der Zeitraum auf die letzten zwei Ferienwochen, wodurch wir in der ersten Woche Andis Arbeitszimmer komplett renovieren konnten.

Am Samstag, den 29.9 um 0 Uhr ging es los. Unsere Fahrt führte uns durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, bis schließlich nach Frankreich. Um ca. 10 Uhr kamen wir an und erkundeten erstmal unser kleines idyllisches Dorf Saint-Cezaire-sur-Siagne. Hier war Samstags Markt und so schlenderten wir darüber und aßen ein Sandwich. Um 14 Uhr kam Familie Beke an und kurz danach trafen wir auf unsere Vermieterin, die uns zum Haus führte.

Das Haus lag in einer ruhigen Ferienhausanlage und hatte einen großen Garten. Im Erdgeschoss kam gleich nach der Eingangstür ein großes Ess- und Wohnzimmer. Außerdem war da eine Küche und ein Wasch-und Lagerraum. Ein Schlafzimmer mit eigenem Bad, welches Andi und ich bezogen war auch im Erdgeschoss. Im ersten Stock gab es dann nochmal zwei Schlafzimmer, eines mit Balkon, und beide mit eigenen Bädern, die die Kids und Christian und Christiane nahmen. Auf der Terrasse die an der ganzen Hausseite entlang ging, stand ein großer Holztisch für 8 Personen, Liegen und ein Außensofa. Außerdem gab es einen Spielturm, den die Kids aber wenig benutzten. Direkt vor unserem Grundstückszaun lag ein Tennisplatz, auf dem die Männer ein paar Mal spielten und ein großer Pool, der zwar für die Allgemeinheit war, den wir aber meistens leer auffanden. Nach dem Auspacken fuhren Christian und ich einkaufen, um den Kühlschrank und die Getränke aufzufüllen. Außerdem kauften wir eine Gasflasche für den großen Außengrill und grillten gleich zur Feier des Tages.

Am Sonntag ging es dann voller Elan ans Meer. Unsere Vermieterin schickte uns nach Mandelieu sur Mer, was direkt neben Cannes liegt und ca. 30 km weit weg war. Durch die vielen Serpentinen und abenteuerlichen Sträßchen dauerte die Fahrt allerdings ca. 45 Minuten. Da Sonntag war, waren die Strände und Parkplätze natürlich voll und wir mussten an irgendeinem Hang parken. Dann ging es vollgepackt einen abenteuerlichen Weg hinunter bis ans Meer. Dieser lohnte sich aber voll, da er uns in eine schnucklige Kiesbucht mit dreifarbigen Wasser führte. Wir bekamen auch einen bequemen ebenen Platz an einem Felsen, der uns später sogar Schatten spendete. Perfekt. Wir genossen unseren Strandtag und aßen Abends Wrap’s vom Grill.

Am Montag fuhren wir nochmal an den Strand. Diesmal nach Cannes. Wir konnten direkt an der Strandpromenade parken, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Hier hatten wir Sandstrand und auch klares Wasser. Die Männer luden uns ab und gingen anschließend noch shoppen im Decathlon. Am Abend liefen wir in Cannes an der Strandpromenade entlang und gönnten uns hier eine Pizza, die sehr lecker war. Das nächtliche Cannes, mit seinem Yachthafen und hügeligen Gässchen war außerdem sehr schön.

Den Dienstag verbrachten wir im Haus am Pool und wir Erwachsenen besichtigten am Abend unser süßes Dörfchen.

Da auch ein See in unsere Nähe war, beschlossen wir am Mittwoch mal dahin zum schwimmen zu fahren. So verbrachten wir den Tag fast alleine am See, der klar und wärmer als das Meer war. Am Abend grillten wir nochmal.

Am Donnerstag fuhren wir zu einem der schönsten Strände der Cote d’Azur nach St Rapahel. Auch hier konnten wir direkt an der Strandpromenade mit Lokalen und Shops parken. Der Strand war feiner und tiefer als in Cannes. Am Abend fuhren wir nach einer Dusche in das nachbarliche St-Valley-de-Thiey und gingen hier in ein putziges, indisch/französisches Restaurant in dem wir ein drei Gänge aßen (Ich mit Muscheln, Schnitzel und Mousse au Chocolat).

Den Freitag verbrachten wir im Haus und unserem Pool. Nachmittags fuhren wir dann die 20 Minuten nach Grasse und besichtigten hier das Parfum Museum. Anschließend schlenderten wir an den süßen Geschäften vorbei und setzten uns in ein Lokal am Marktplatz. Hier gab es sehr lecker aussehende Hamburger, die Andi und ich bestellten und Christianes Traumbrownie.

Am Samstag blieben wir im Haus, da wir keine Lust auf die überfüllten Strände am Wochenende hatten. Am Abend grillten wir lecker Fisch und Fleisch.

Am Sonntag gab es Reste DürümWraps. Außerdem wurden wir den ganzen Tag mit ferner Musik beschallt, also trieb uns die Neugierde nach dem Abendessen noch mal in den Ort. Allerdings mussten wir feststellen, dass da zwar ein Jahrmarkt war, die aber bereits am abbauen waren, so dass wir nur noch  Curros naschen konnten und dann für einen Spiele Abend wieder zurück gingen.

Am Montag fuhren wir nochmal nach St-Mandelieu, diesmal liefen wir allerdings den weiten Weg zu einer Bucht mit Sandstrand. Der Strand war am Schönsten. Er hatte sogar eine Bar und einen wunderschönen Sand. Auch das Wasser sah wunderschön aus, allerdings mussten wir nach kurzem Baden feststellen, dass weiße Quallen im Meer waren. So beschränkten wir die Badesession auf lediglich knietiefes Wasserstampfen. Abends nach der Dusche gingen wir nochmal essen nach Grasse. Hier gab es in einem französischem Restaurant ein 17€ Menü mit Pastete, Tunfischsteak und Mousse au chocolat.

Am Dienstag standen wir früh auf und fuhren nach Monaco. Wir besichtigten den Yachthafen von Monte-Carlo und den Palast. Ausserdem hatten man hier einen wundervollen Blick auf die Stadt. Anschließend fuhren wir auf dem Heimweg noch nach Nizza und besichtigten die zweite Stadt an einem Tag. Da diese direkt auf dem Weg lag, klappte das wunderbar und wir genossen den Spaziergang am Strand entlang und durch die süßen Gässchen und Geschäfte. Wir kauften alle kräftig ein, Schmuck, Hüte, Geldbeutel, Essig, Kräuter und Öl. Abends aßen wir hier noch ein Fischmenü, bei mir mit Calamari und Muscheln und schlenderten durch das nächtliche Nizza.

Am Mittwoch wollten wir unbedingt nochmal ans Meer und fuhren an den nähesten und praktischsten Strand in Cannes. Abends gab es ein großes Crepe und Galette Essen im Haus.

Den Donnerstag verbrachten wir im Haus, da dies der einzige Tag mit einer Stunde Regen war. Die Männer leisteten sich ein Tennis Match mit Essenseinladung-Einsatz und Andi verlor zum ersten Mal. Abends tröstete ihn Christian dafür mit selbstgekochter Spaghetti Bolognaise.

Am Freitag nach dem Frühstück begann das große Einpacken wieder. Aufgrund des letzten Ferienwochenendes hatten wir beschlossen bereits am Freitag Abend nach Hause zu fahren, um nicht am Samstag im Stau zu stehen. Der Plan war abends noch essen zu gehen und dann anschließend um 21 Uhr abzufahren. Um 16 Uhr kam die Vermieterin und gab uns unsere Kaution zurück. Außerdem sagte sie, dass wir den Schlüssel später in den Briefkasten werfen sollten. Da bereits alles im Auto war und uns das Heimreisefieber gepackt hatte, wir außerdem den ganzen Tag bereits die Essensreste vernichtet hatten und so sich der Hunger in Grenzen hielt, fuhren wir kurzerhand gleich los und vertagten das Abschlussessen mit Familie Beke auf Sonntag Mittag in Lind. Wir kamen sehr gut durch und waren mit Pausen um 3 Uhr daheim. Hier fielen wir erschöpft aber glücklich ins Bett.

Es war ein sehr schöner Urlaub, mit super Wetter, in einer sehr schönen Gegend. Die Franzosen waren ausnahmslos nett zu uns, sprachen zwar wenig Englisch, waren aber trotzdem willig sich mit einfachen Worten (und Händen und Füßen) zu verständigen, wodurch sich meine wenigen Französischkenntnisse schon als nützlich erwiesen, da ich mehr verstand, als ich dachte. Antworten kann ich allerdings nicht in ganzen Sätzen aber auch die Wortfetzen, teilweise in Französisch oder Englisch, wurden von den Franzosen aufgenommen ohne sich extra blöd zu stellen. Somit sind nun alle Vorurteile entkräftet und wir können sagen: Frankreich gerne wieder.

Eure Jandis

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