Eigentlich hatten wir in unserem Pfingsturlaub ja eine Radtour von Passau nach Wien angedacht, aber irgendwie sollte das nicht sein. Zum einen war die Wettervorhersage schlecht, außerdem ging es damit weiter, dass ich eine Woche davor aus Jux 2,50€ auf eine Anastacia Konzertkarte für das ausverkaufte Konzert am Samstag in Siegen auf eBay bot und den Zuschlag bekam. Dies schockierte mich erst mehr als es mich freute, da ich damit natürlich nicht gerechnet hatte. Da ich dem Frieden nicht traute, musste ich jetzt erstmal warten bis am Mittwoch tatsächlich die Karte kam. Nun musste alles spontan organisiert werden. Nur wie? Sollte ich alleine Fahren? Im Auto schlafen? Oder wir alle 3? Nach mehreren Anfragen, die alle ins Leere liefen, fand ich schließlich einen kleinen Ponyhof in Haiger, der Gästezimmer anbot. Da nun auch Jana von dem Ausflug etwas hatte, fuhren wir am Freitag zu dritt nach der Schule gleich los. Wie zu erwarten, hatten wir ein wenig Stau, kamen aber nach 4 Stunden an. Der Reit- und Ponyhof Mai war ganz klein. Hier lebt nur der Besitzer Rudi, sein Sohn Calvin und eine amerikanische Mitarbeiterin. Sie hatten ca. 8 Pferde und zwei Ponys auf der Aussenkoppel ca. 600m entfernt. Die Tiere waren total zutraulich und sahen sehr gut gepflegt aus. Unsere Zimmer waren im Dachgeschoss, das Bad und die Küche wurden geteilt.

Da es nun bereits sieben Uhr war, fragten wir Rudi, ob er uns etwas empfehlen könne, wo wir essen gehen könnten und er schickte uns zu einem Italiener in Haiger, der sehr gut war. Was etwas schade war, dass Rudi kein WLAN und man bei ihm auch übers Handy keinen guten Internetempfang hatte. Am Abend war nämlich ein Livestreamübertragung des Anastacia Wohnzimmerkonzertes aus Köln und da das nicht allzu oft vorkommt, hätte ich es natürlich gerne gesehen. Andi schlug spontan vor, dass wir uns ja noch eine Nachspeise beim Mc Donald kaufen könnten und lockte mich mit freien WLAN dahin. Wir bewaffneten uns mit IPAd, Macbook und Kopfhörern, setzten uns in die bequemen Sessel des Mc Café und ließen uns Eis und Getränke schmecken. Andi arbeitete parallel ein bisschen, Jana sah sich Pfefferkörner an und ich konnte tatsächlich die Liveübertragung sehen. Verrückt aber irgendwie auch cool. 🙂

Am Samstag bekamen wir von Rudi ein einfaches Frühstück mit frischen Brötchen serviert und danach machte Andi einen Ausritt für Jana und sogar sich selber aus. Sie wollten um 12:30 Uhr mit Rudi und seiner Mitarbeiterin zu viert durch den Wald reiten. Da war alles dabei Schritt, Trab und Galopp. Andi, der noch nie auf einem Pferd gewesen war, hielt sich sehr gut und auch Jana war von ihrem ersten Galopp begeistert. Ich hingegen ließ mich um 12 Uhr von Kerstin einsammeln, die mit Martina aus Butzbach kam und auf dem Weg nach Siegen praktsicherweise durch Haiger durch kam. Zu dritt fuhren wir dann noch eine Stunde weiter, bis wir bei dem Festivalgelände ankamen. Hier standen zwei riesige Zelte, die durch ein Versorgungszelt miteinander verbunden waren und es sah aus wie ein riesiges Zirkuszelt. Als wir ankamen war noch nicht so viel los. Es gab ganz viele Essenstände, unser Weg führte uns allerdings daran vorbei, direkt zum Eingang des größten Zeltes, wo wir schon auf ca. 8 Fangclubmitglieder stießen. Unter anderem waren Stefanie aus Ansbach und Sandra aus Kulmbach dabei und wir drei bildeten gleich die Frankenallianz. Danach begann das stundenlange Warten, aber durch echt lustige und nette Gespräche verging die Zeit wirklich schnell. Erst eine knappe Stunde vorm Einlass kamen auch andere Wartende dazu und es bewahrheitete sich mal wieder, dass es locker gereicht hätte, wenn wir 4 Stunden später, nämlich um 17 Uhr erst gekommen wären. Aber wo bleibt denn da der Spaß. 😉 Der Sprint in die erste Reihe lief problemlos, bis auf dass ich fast über die Brüstung am Ende gefallen wäre, soviel Schwung hatte ich noch und schwups standen wir erste Reihe Mitte Rechts. Danach begann es ziemlich schnell. Pünktlich um 19:30 Uhr und Anastacia war stimmlich super drauf und bestens gelaunt. Wir hatten viel Spaß und genossen das erste Stehkonzert des Jahres. Als es um 21:10 Uhr wieder aus war, sahen wir verwundert, dass es außen ja noch hell war. Wir kauften uns erstmal was zu trinken, gingen auf Klo und dann begaben wir uns ganz langsam wieder auf den Heimweg. Vielen Dank an Kerstin fürs Heimfahren. Andi und Jana, die Abends noch mit Rudi gegrillt hatten, waren vor dem Grandprix eingeschlafen als ich heimkam.

Da es am Sonntag Vormittag zu Janas großer Freude noch nicht regnete, überredete sie Andi doch nochmal mit ihr und Rudi einen Ausritt zu machen. Ich hätte auch mitgedurft, aber ich kniff und packte in der Zwischenzeit lieber unsere Sachen zusammen. Nach einer Stunde kamen beide total begeistert und zum Glück trocken und heil wieder zurück. Es war mittlerweile Mittag und spontan beschlossen wir auf dem Heimweg noch einen kurzen Stopp in Butzbach bei Christine, Reinhard und Familie zu machen. Wir meldeten uns nicht an, sondern klingelten einfach an der Tür. Da keiner reagierte und die offen war, gingen wir einfach hinein und fanden alle im Wohnzimmer sitzen. Die Überraschung war groß, die Freude aber glaub ich auch und für Jana hatten sie auch eine Überraschung. Ein paar Tage alte Hundewelpen. Die hatten die Augen noch zu und durften noch nicht angefasst werden, aber alleine schon sie anzuschauen bereitete Jana eine große Freude. Natürlich mussten wir auch was essen und ließen uns Schnitzel mit Pommes schmecken. Nach 2 Stunden machten wir uns dann wirklich auf den Heimweg, verabschiedeten uns herzlich und kamen ohne Stau am Sonntag Abend wieder gut daheim an. Schee wars.

Eure Jandis

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–