Die ersten zwei Wochen unseres Urlaubes verbrachten wir heuer zu dritt in Sardinien. Wir fuhren in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch los. 8 Stunden später waren wir in Genua. Wir erkundeten ein bißchen die Küste und suchten uns einen Strand der gratis und nah am Hafen war. Es war steinig aber das Wasser klar und eine schöne Abfrischung. Am Nachmittag wollten wir dann bevor wir auf die Fähre fuhren noch etwas Essen gehen, da wir aber um 16 Uhr gänzlich aus dem italienischen Rhythmus waren und alle Lokale zu hatten, gingen wir in den Mc Donalds und nutzen noch ein wenig das gratis Wlan.

Um 18 Uhr stellten wir uns dann in die Schlange der Autos die darauf warteten auf die Fähre zu können. Es dauerte natürlich ein bißchen, bis wir auf den uns zugewiesenen Parkplatz fahren konnten. Dann nahmen wir nur das Nötigste (Schlafsachen, Getränke) mit und suchten die Rezeption. Hier bekamen wir unsere Zimmerkarte, da wir eine Innenkabine gebucht hatten und suchten diese. Sie war mit zwei Stockbetten ausgestattet und einer kleinen Toilette, mit Dusche. Die probierte ich gleich aus und es war ok. Prinzipiell fand ich alles etwas schmuddelig, aber es war zu überleben. Da wir von der durchgefahrenen Nacht müde waren, legten wir uns erstmal hin. Die Fähre startete ja erst in zwei Stunden. Als es soweit war, gingen wir an Deck und beobachteten die Abfahrt. Es gab verschiedene Räume an Board. Ein grosses Restaurant mit Ecksofas und Livemusik bis 23 Uhr, einen kostenpflichtigen Kinosaal, ein Spielzimmer, ein Abteil mit Sitzreihen wie im Flugzeug und einen leeren Schlafsaal in den man seine Luftmatratzen legen konnte. Nachdem wir alles erkundet hatten, legten wir uns in die Kabine und schliefen aufgrund der Müdigkeit zum Glück sofort ein. Trotz der Lautstärke und des Vibrieren.

Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker, da wir pünktlich um 7:30 Uhr ankamen. Wir zogen uns um, benutzten das kleine Bad, packten die Sachen wieder zusammen und durften kurz nach dem Anlegen auch schon ins Auto. Danach begann allerdings das ewige Warten und der große Stau, der sich bis auf die Autobahn in Olbia zog. Es war so schlecht organisiert, dass man sich kaum vorstellen konnte, dass da täglich 4 Fähren ankamen, sondern es dass erste Mal sein müsse, dass mehr als hundert Autos gleichzeitig da wären. Um 9 Uhr waren wir endlich auf der Hauptstrasse und bogen gleich in den nächsten Supermarkt ab, da wir noch nichts gegessen hatten.

Nach dem Frühstück ging es uns schon wieder besser und wir konnten nun gut gelaunt in die Erkundung der Insel starten. Zum Glück hatte ich von einem Kunden von uns ein paar Tage vor der Abreise einen Strandführer ausgeliehen bekommen und so suchte ich mir einen Strand für unterwegs aus. Hier genossen wir den Tag, bevor wir um 18 Uhr in unserem ersten Hotel im Nordwesten der Insel ankamen. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten fanden wir es schließlich. Es lag ganz allein auf einem Hügel im Landesinneren, ca. 20 km vom Meer entfernt. Das Hotel Restaurant La Tanz Di Li Mazzoni hatte 12 Zimmer, ein großes Restaurant, einen Pool und zu Jana’s großer Freude mindestens vier Babykatzen. Wir aßen Abends im Restaurant, das einen sehr guten Koch, aber leider für Jana keine Pizza hatte.

Am nächsten Tag fuhren wir dann mit dem Strandführer hoch Richtung Norden. Wir entdeckten zwei wunderschöne Strände und eine kleine schnuckelige Stadt am Meer namens Santa Theresa oder so. 😉 Dort gab es auch endlich Pizza. Am Nachmittag bestand Jana noch auf eine Runde im Pool und den Abend ließen wir vor unserem Zimmer auf der Wiese ausklingen. Auch am nächsten Tag bestand meine Familie erstmal auf die Liegen am Pool. In unserem Hotel war ein weiteres deutsches Pärchen. Fabian und Gianni kamen aus dem Schwarzwald und sind von Stuttgart aus geflogen. Dann wollten sie in Olbia einen Mietwagen mieten, leider hatte Fabian aber seinen Führerschein vergessen, so mussten sie mit dem Taxi für 150€ ins Hotel fahren und waren nun nicht mobil. Wir trafen uns am Pool und baten ihnen an sie Abends mit zum Strand, zur Isola Rossa, mitzunehmen. Hier gingen wir gemeinsam Pizza essen und legten uns danach in den Sand um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Am Sonntag ging es wieder in den Norden. Man hatte wirklich die freie Auswahl an Stränden. Je nach Lust und Laune konnte man sich einen Sandstrand von weißen bis dunkelgrauen Sand aussuchen, der entweder kilometerlang oder klein war, voller Leute und Programm oder leer. Auch die Kiesbuchten waren traumhaft, mit glasklarem, seichten Wasser. Meist musste man für die schönsten Buchten 5-10 Minuten laufen, aber es lohnte sich. Wir hatten den ganzen Tag eine Privatbucht, sogar mit Holzsteg und genossen darauf auf den Bauch liegend die Wellen. Abends aßen wir mit Fabian und Gianni in unserem Hotel. Wir gönnten uns eine super leckere Fischplatte. Außerdem boten wir den beiden an, dass wir sie am nächsten Tag mitnehmen würden zum Strand. Dies nahmen die gestrandeten gerne an und so verbrachten wir den nächsten Tag zu fünft, besichtigten zwei wunderschöne Sandstrände und gingen Abends noch eine Pizza essen.

Am Dienstag verabschiedeten wir uns vom Norden der Insel und machten uns auf zum zweiten Hotel dem Agriturismo Il Paradiso in Iglesias. Auf dem Weg dorthin fuhren wir die Küste entlang und sahen auch hier super Strände. Der Bauernhof war groß und super gepflegt. Auch hier gab es einen Pool aber leider keine Katzen. Den Esel, das Pferd, Hühner etc. sahen wir nur von Weitem. Einzig eine Ziege lief immer dem Gärtner hinterher was echt lustig war. Kaum angekommen mußte natürlich das Zimmer und der Pool begutachtet werden. Beides war absolut in Ordnung und wir frischten uns erstmal ab.

Der Bauernhof hatte kein echtes Restaurant. Die Mama kochte für die die sich morgens anmeldeten. Es gab keine Karte und man hatte keine Ahnung was es zu Essen gab. Es gab jeden Tag vier Überraschungsgänge. Zur Vorspeise verschiedene Antipasti, Schinken und Käse, danach selbstgemachte Nudeln mit Bolognesesauce, oder Pilzen, Gemüse oder Fisch, als Hauptgang gebratene Gans, Schwein, Lamm oder Hase mit Bohnen und Tomaten und zur Nachspeise einen selbstgemachten Amarettini, Melone, oder Frischkäseravioli. Dazu hätte es einen Liter Rotwein gegeben, den wir allerdings wegließen, Wasser und einem Limoncello am Schluss. Das ganze kostete für uns drei 66€ und war sensationell gute, typisch sardische Küche. Wir waren so begeistert, dass wir dies gleich vier Mal in Anspruch nahmen.

Am Mittwoch besuchten wir den berühmtesten Strand der Gegend, der zwar etwas voller, aber sehr schön war.  Am Donnerstag erkundeten wir den gesamten Süden bis in die Hauptstadt Cagliari. Unterwegs sahen wir mindestens 5 Strände und badeten auch zwei Mal. Die Städte beeindruckten uns nicht so sehr wie die Strände und so fiel shoppen ziemlich aus. Den Freitag begannen wir mal wieder am Pool und verbrachten den Nachmittag auf der Insel St. Antonio. Da er so schön war, fuhren wir am Samstag Vormittag nochmal zu dem schönsten Strand nach Masua und den Nachmittag verbrachten wir auf Jana’s Wunsch hin am Pool. Danach war mit Sonntag schon der Abreisetag gekommen. Die Fähre ging erst Abends, weswegen wir den ganzen Tag nutzten, um uns das Landesinnere anzusehen und quer durch die Insel wieder nach Olbia zu fahren. Hier gingen wir dann ein letztes Mal Pizza essen und ein wenig shoppen und dann ging es wieder auf die Fähre über Nacht. Diesmal waren wir nicht ganz so müde, deswegen schaffte ich es grad mal so vier Stunden zu schlafen.

Dafür standen wir diesmal super und kamen als eine der ersten, ohne Stau vom Schiff. Auf ging nun die problemlose Heimreise und am Nachmittag waren wir wieder zu Hause. Es war ein sehr schöner Urlaub und wir würden am liebsten gleich wieder hinfahren.

Eure Jandis

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