Am 18.09.2016 fand in der Münchner Olympiahalle eine geschlossene Firmenveranstaltung statt. Cool war, dass die für ihre Aftershowparty extra Anastacia gebucht und somit nach München geholt hatten. Natürlich gab es keine offiziellen Karten, aber der Fanclub bekam Tickets inoffiziell für 100€ das Stück angeboten. Ca. 20 Karten wurden so verkauft. Ich schlug dies aus, da ich gelesen hatte, dass die Firma letztes Jahr Tickets verschenkt hatte, um die Halle zu füllen. Und tatsächlich wurden Stefan, Stefanie, Dagi, Sylvie, Ida und ich für unser pokern belohnt und bekamen über eine Firma aus Hamburg am Donnerstag davor  Gratistickets.

Nun mussten wir natürlich auch fahren und so starteten wir aus den verschiedenen Himmelsrichtungen alle um ca. 9 Uhr und kamen so gut wie gleichzeitig um kurz nach 11 Uhr an. Um 12 Uhr war Einlass, um 14 Uhr begann die Veranstaltung und um 20 Uhr kam erst Anastacia. Da uns klar war, dass wir nicht erst um 19 Uhr in die Halle gehen durften, sondern brav um 14 Uhr, fuhren wir nur ganz kurz in die Innenstadt mit der U Bahn und kauften uns noch etwas zu Essen. Es war sehr lustig, denn wir machten eine Weltreise, auf der wir die Tower Bridge überquerten, den Petersdom sahen und am Brandenburger Tor standen. Man kommt ganz schön rum 😉

Um 14:15 Uhr waren wir dann brav in der Halle und ergatterten sogar noch Top Plätze in der 8. und 7. Reihe rechts. Der Rest vom Fanclub war auch schon da und saß in der 9. und 10. Reihe Mitte. Dann sahen wir uns die Selbstbeweihräucherung an und ließen uns das Konzept und die Ziele erklären. An sich ein interessantes Cashback System, bei dem der kleine Einzelhandel verbunden, sogar digitalisiert, werden soll. Vermutlich ärgern wir uns in ein paar Jahren, dass wir jetzt keine Aktien gekauft haben.

Um 19 Uhr war der offizielle Teil vorbei und wir wurden mit Freibier aus dem unteren Bereich der Olympiahalle gelockt. Jetzt wurden alle Stühle hier weggeräumt und wir durften uns auf ein Stehkonzert freuen. Der Einlass funktionierte perfekt und der gesamte Fanclub stand in der ersten Reihe. Kurz bevor Anastacia kam, wurde die ganze Bühne eingenebelt, was uns immer nervös macht und tatsächlich bereits im vierten Lied war ihre Stimme schon angegriffen. Die Setliste war extrem verkürzt und Anastacia leicht verzweifelt. Ich versteh ehrlich gesagt nicht, wieso ihr Management das nicht von vornherein verbietet, denn bekannt ist es ja wohl. Aber ok. Nach einer Stunde war das Konzert aus. Ob die Firma mitbekommen hat, dass die Stimme nicht gepasst hatte weiß ich nicht, da Anastacia es sehr gut überspielt und die hohen Töne einfach etwas tiefer gesungen hat.

Nach dem Konzert waren plötzlich alle außer wir sechs weg. Da wir nicht wußten wohin, stellten wir uns noch ein wenig an den Backstageeingang, hatten dort richtig viel Spaß, sahen aber keinen mehr. Nach einer halben Stunde verabschiedeten wir uns dann und fuhren nach Hause. Es war ein ganz netter Ausflug, aber das Konzert ansich war keine 100€ wert, weswegen ich froh war, dass ich gepokert und gewonnen hatte.

Am Montag sickerte durch, dass fast der ganze Rest vom Fanclub noch in Anastacia’s Hotel war und mit ihr auf ihren Geburtstag angestossen hatte. Wir waren natürlich sehr enttäuscht, dass uns keiner Bescheid gegeben hatte. Babs beteuerte zwar, dass sie nur die mitnehmen durfte die sie auf einem Gruppenbild zugeschickt bekommen hatte, aber es waren (über Nora?) noch etliche Andere mit drin und ich denke, dass wir auch nicht gestört hätten. Es war ja nicht das erste Mal, dass Andere Glück hatten und wir nicht, aber dieses Mal machte es irgendwas kaputt.

Mich hatten schon länger die falschen Freundschaften, der Neid, das Gelästere genervt und ich vermisste die Gemeinschaft des Fanclubs, wie sie noch 2009 war. Deswegen werde ich aussteigen, die echten Freundschaften die dadurch entstanden sind behalten und ohne falsches Gruppengefühl auf die nächsten Anastacia Konzerte gehen. Wobei die auch erstmal auf sich warten lassen werden.

Eure etwas traurige Andi

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–