Am Samstag war es endlich soweit. Ich war schon sehr gespannt auf das Konzert im Erlebnisbergwerk Merkers, das 500 Meter unter der Erde stattfand. Außerdem hatte Andi Gnade mit mir Honk aus München und schenke mir zum Geburtstag ein Meet and Greet mit Anastacia vor dem Konzert. Ich wußte also, dass ich sie auf jeden Fall treffen würde, allerdings auch, dass der Platz in der ersten Reihe undenkbar war. So war es allerdings wesentlich stressfreier und nahm den Druck aus dem Tag.

Andi hatte ausserdem Stefanie informiert und die wiederum Sylwy und die zwei hatten sich spontan angeschlossen, so dass wir nicht nur zusammen fahren konnten, sondern auch zusammen zum Meet and Greet gehen konnten. So trafen wir uns erst um 11 Uhr bei mir, tranken noch gemütlich einen Cafe und fuhren dann erst gegen 11:30 Uhr los. Eigentlich wollte ich ja fahren, allerdings war ich leider immer noch ziemlich erkältet, weswegen ich den Tag nur mit Grippostad C überstand und Sylwy bat zu fahren. Die übernahm das sofort und ich war ihr sehr dankbar dafür. 

Um 14:30 Uhr kamen wir schließlich in Thüringen, in dem kleinen Städtchen Merkers an.  Wie erwartet waren schon ca. 20 Anastacia Fans anwesend. Wir begrüßten alle, vor allem Thomas und Dagi, für die wir noch die Akabitches T-Shirts im Gepäck hatten. Dann wollten wir uns erstmal noch etwas zu Essen besorgen. Das war gar nicht so leicht, da hier wirklich der Hund verreckt war, schließlich fanden wir eine Pizzabude und die Pizza schmeckte sogar erstaunlich gut. Die Reste brachten wir den Wartenden wieder mit und setzten uns schließlich auch vor die Tür. Das Schöne war, dass man im Innenfoyer warten konnte, so war es warm und trocken und direkt eine Toilette daneben. Besser gehts eigentlich gar nicht.

Um 18 Uhr begann der Einlass den wir ja ganz entspannt genießen konnten. Erst musste man eine Treppe hoch, dann kam man in einen Raum, in dem ganz viele weiße Helme waren und wir mußten einen davon anziehen. Anschließend ging es zu einem Aufzug in den ca. 24 Leute reinpassten und der uns 500 Meter unter die Erde brachte. Das ging ganz schön schnell und war für meine Ohren, die eh schon durch die Erkältung angegriffen waren, die Hölle. Das rechte Ohr ging zu und ich hörte von da an nur noch gedämpft den ganzen Abend. 

Endlich raus aus dem Aufzug ging es zu zwei LKWs auf deren Ladefläche in Dreierreihen ca. 30 Leute passten. Ich saß in der Mitte und hatte Schwierigkeiten mich festzuhalten. Dann ging es mit gefühlten 70 Stundenkilometern durch einen Tunnel, der gerade mal an jeder Seite und oben gefühlte 20 Zentimeter größer war als der LKW. So fuhren wir ca. 8 Minuten durch den Berg und bei jeder Kurve schrien die Mitfahrer laut auf weil sie fast rausfielen. Nur Achterbahnfahren ist schöner. Das hatte wirklich viel Spaß gemacht, aber ca. 2 Kilometer später kamen wir in dem Bunker an. Hier durften wir unsere Helme wieder abgeben und betraten nun einen hohen Raum, der gar nicht mal so breit, aber sehr lang war. Am Ende stand die Bühne. Es gab Toiletten, Getränke, Würstchen und den Merchendisestand, an dem wir später abgeholt wurden. Bis es soweit war, gingen wir zu Thomas und Dagi die sich ihren Platz in der ersten Reihe Mitte gesichert hatten. Wir standen eine Weile in der zweiten Reihe hinter ihnen und beobachteten wie sich der Raum langsam füllte. Dann verließen wir unseren Platz wieder, um beim Merchendisestand auf Kerstin, Nina, Christina, und Steph zu treffen, die auch ein Meet and Greet gebucht hatten. Hier warteten wir wieder sehr lange, weil sich durch Interviews wieder alles verzögerte.

Das Timemanagement ließ mal wieder zu wünschen übrig, so dass das Meet and Greet leider wieder mit den Worten begann, wir müssen schnell machen, denn es ist kurz vor 8. Deswegen wartete ich auch nicht lange und fing als Erste an. Anastacia umarmte mich gleich als ich zu ihr hinkam, ich erzählte ihr, dass sie mein Geburtstagsgeschenk sei und sie schrieb Happy Birthday in mein Fotobuch. Dann zeigte ich ihr noch die Aka, bzw. Anabitches Shirts mit ihren Tatoos hinten drauf und wir machten zwei Bilder. Dann war es nach ca. 1,5 Minuten schon wieder vorbei. Ich wartete noch auf Sylwy und Stefanie und wir begutachteten noch die Geschenke die es zum VIP Pakte dazu gibt. Ein signiertes Poster, ein VIP Pass, One Day in your Life handgeschrieben und signiert, ein Sprock Plastikbecher und was mich am meisten freute eine schwarz weiße A Capi.

Anschließend gingen wir wieder durch den Vorhang an der Bühne vorbei und von der ersten Reihe aus winkten bereits Thomas und Dagi wir sollen zu ihnen kommen. Da noch kein Security dastand und uns keiner aufhielt, gingen wir in den Graben und Thomas sagte, ich solle über die Brüstung klettern und mich hinter ihn stellen. Kurzerhand probierte ich das und ich kam tatsächlich drüber. Sylwy und Stefanie folgten mir. Cool war, es beschwerte sich keiner und als ich die ca. 1,50m große Frau die nun hinter mir stand vorließ, bedankte sie sich auch noch. So stand Stefanie in der ersten Reihe, Sylwy in der Zweiten und ich in der Dritten, was wir nicht erhofft hatten nach dem Meet and Greet. Kurz darauf begann auch schon das Konzert. Die Show war natürlich die Gleiche wie letztes Jahr, ist ja immer noch die Ultimate Collection Tour und als Applied gab es „In your Eyes“. Das Konzert saugte die letzte Energie aus mir raus, aber es machte tierisch Spaß alles mit zu krächzen und sogar zu hüpfen. Anastacia war stimmlich und gemütlich super gut drauf und es ist einfach immer wieder toll.

Anstrengend wurde es erst als das Konzert vorbei war. Wir brauchten vom letzten Ton an, bis zum endgültigen Verlassen des Bergwerks 1,5 Stunden, da nun der Weg für die 1000 Leute natürlich wieder zurück ging. Erst Helme aufsetzten und auf einen LKW warten, dann beim Aufzug anstehen, Helme wieder abgeben und raus an die frische Luft. Die war mittlerweile auch kalt und da wir keine Jacken anhatten, fror es uns ganz schön auf dem kurzen Weg zum Auto. Auf dem Heimweg mussten wir natürlich noch einen kurzen Halt beim Mc Donalds machen und dann war ich schließlich um 3:15 Uhr wieder daheim. Um 8 Uhr klingelte bereits wieder der Wecker, weil Jana am Sonntag Vormittag ins Skilager fuhr. Aber danach legte ich mich nochmal ein wenig hin. 

Es war das definitiv alles wert und ich würde es sofort wiederholen. 🙂

Eure Andi

–Du bist nicht angemeldet und kannst daher nicht alles sehen!–